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Aus der Stadt Artistischer Weihnachtscircus feiert Premiere
Hannover Aus der Stadt Artistischer Weihnachtscircus feiert Premiere
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21:59 21.12.2016
Von Uwe Janssen
Runde Sache: Der Weihnachtscirkus ist stimmungsvoll und atemberaubend zugleich. Quelle: Rainer Dröse
Hannover

In anderen Städten ist das Programm schon eine Attraktion, in Hannover soll es eine werden. Um nicht einfach ein ganz normaler Zirkus zu sein, gibt es sogar einen Wettbewerb. Gesucht wird der erste Preisträger des „Grand Prix für Artisten“. In allen Vorstellungen bis zum 8. Januar kann das Publikum nach jeder Vorstellung seinen Lieblingskünstler wählen.

Am MIttwoch beim Auftakt versuchten alle Artisten, dem Publikum die Wahl so schwer wie möglich zu machen. In der Mischung zwischen alten Hasen und Nachwuchsartisten ragt trotzdem einer heraus - allein schon wegen seiner punkigen Frisur. Fumagalli, der italienische Clown der alten Schule, ist mit seiner Spaßuniform und seiner sprunghaften Slapstickerei das Aushängeschild dieser Veranstaltung - und gleichzeitig ein sentimentales Plädoyer für den Erhalt der Zirkustradition. Zusammen mit seinem Bruder Daris zeigt er in kleinen Episoden, dass Fröhlich- und Traurigsein bei diesem Spiel immer zusammengehören.

Der Weihnachtscircus Hannover – der 1. Grand Prix der Artisten - wurde am Mittwochabend eröffnet

Die anderen Künstler zeigen, dass moderner Zirkus und Varieté mittlerweile kaum noch zu unterscheiden sind. Tiere gibt es im Weihnachtscircus nicht, weil die Macher es unzeitgemäß finden, es passe, sagt Zirkusmacher Thomas Schütte, nicht ins Konzept. Ist aber auch nicht nötig. Denn an Abwechslung mangelt es dem Programm nicht.

Da ist die biegsame ukrainische Trapezkünstlerin Darya Vintilova oder ihr ebenso kraftstrotzender wie eleganter Landsmann, der Handstandkünstler Anatoly Zalewsky. Spinnenfrau Rich Metiku, da sind Jongleure, die Körperkunsttruppe Bingo. Und die Mesa Brothers, Hochseillegende aus Kolumbien. Auf dem Weg nach oben sind auch Leosvel Almeida Gutierrez und Diosmani Aguero, und dieser Weg wird kein leichter sein, denn die Kubaner nehmen dafür die Vertikalstange. Ein bisschen tierisch wird es dann doch, wenn die Brüder Tom und Jamie Duffy in ihr Hamsterrad steigen, das sie selbst nicht ganz unbegründet „Wheel of Death“ getauft haben. Für einen Normalsterblichen ist es schon beim Hingucken eher Wheel of Magenverstimmung. Man möchte mit den irren Iren nicht tauschen. Aber abstimmen reicht ja.

Info: Bis zum 8. Januar (außer Heiligabend, 1. und 2. Januar) jeweils 15.30 und 19.30 Uhr. Tickets an allen HAZ-Shops. Weitere Infos: www.weihnachtscircus-hannover.com.

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