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Astor-Chef will keine Poller in Nikolaistraße

Konflikt um Falschparker Astor-Chef will keine Poller in Nikolaistraße

In den Konflikt um etliche Falschparker rund um das Astor-Kino in der Nikolaistraße hat sich jetzt Kinochef Hans-Joachim Flebbe eingeschaltet. Er wehrt sich dagegen, dass die Besucher seines Kinos als notorische Verkehrssünder dargestellt werden.

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Hans-Joachim Flebbe (r.) und Partner Heinz Lochmann bei der Astor-Eröffnung.

Quelle: Dröse

Hannover. „Das sind doch keine Rowdys“, sagt er im Gespräch mit der HAZ. Die Stadt reagiere überzogen, wenn sie nun die Nikolaistraße mit 60 Pollern absperren will. „Auf den regulären Parkplätzen in der Straße sollten meine Gäste weiterhin parken dürfen“, betont er. Niemand könne gezwungen werden, ins Parkhaus neben dem Astor zu fahren.

Schon seit mehreren Monaten klagen Anwohner des Nikolaiviertels über etliche Fahrzeuge, die in den Abendstunden die Gehwege blockieren. Die Stadt hat mehr Politessen in die Straßen rund ums Astor geschickt, doch allein mit Kontrollen sei dem wilden Parken nicht beizukommen, heißt es vonseiten der Stadt. An einem Abend hätten die Politessen in zwei Stunden 52 Knöllchen verteilt. Zudem lieferten sich Raser in den Nachtstunden Rennen auf dem Postkamp hinter dem Kino. „Gegen Raser sollte die Stadt mit Blitzern vorgehen“, sagt Flebbe.

Er gibt zu bedenken, dass die Nikolaistraße mit der Eröffnung des Astors im vergangenen Jahr einen Aufschwung erlebt hat. Das hätten ihm auch die Gastronomen in der Straße bestätigt. „Die zarte Pflanze sollte jetzt nicht durch überzogene Verkehrsmaßnahmen zertreten werden“, sagt der Kinochef. Er bittet die Stadt jetzt um ein Gespräch. „Mit mir wurde noch nicht geredet“, sagt er.

Auch unter den Anwohnern ist die Poller-Offensive der Stadt umstritten. „Wenn die breiten Gehwegflächen abgesperrt werden, parken noch mehr Leute auf Anwohnerplätzen“, sagt ein Mieter aus der Striehlstraße. Schon jetzt erlebe er es häufig, dass sein Anwohner-Parkplatz, für den er Geld zahlt, von anderen Fahrzeugen belegt wird. „Das dürfte sich durch die Poller noch verschlimmern“, befürchtet er. Aus dem Bezirksrat kommt der Vorschlag, offensiver für das Parkhaus neben dem Kino zu werben. Das gehört dem städtischen Immobilienunternehmen Union Boden, das nicht unglücklich darüber sein dürfte, wenn die Stadt die Straße „abpollert“ und Autofahrer ermuntert, ins Parkhaus zu fahren.

Astor erwartet Besucherrekord: Seit der Eröffnung des Edelkinos ist noch kein Jahr vergangen, aber der Publikumszuspruch übertrifft bereits deutlich die Erwartungen, wie Flebbe sagt. „Wir rechnen mit 700 000 Besuchern im ersten Jahr“, berichtet der Astor-Chef. Flebbe hatte vor Jahren auch die Cinemaxx-Kette gegründet. Der Grundstein wurde in Hannover gelegt, im gleichen Gebäude, in dem jetzt das Astor residiert. Zu Cinemaxx-Zeiten habe er aber lediglich 350 000 bis 400.000 Besucher verzeichnet. Von der Cinemaxx-Kette hat er sich längst getrennt.

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