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Asylsuchende in Bischofskanzlei eingezogen

Dienstwohnung von Landesbischof Ralf Meister Asylsuchende in Bischofskanzlei eingezogen

Die Dienstwohnung von Hannovers Landesbischof Ralf Meister steht für die Aufnahme von zwei Flüchtlingen bereit. Nach Informationen des Evangelischen Pressedienstes sind zwei junge Männer aus Afghanistan dort eingezogen. Die evangelischen Kirchen in Niedersachsen wollen sich noch stärker für Asylsuchende engagieren.

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Die Kirche hat eine 40 Quadratmeter große Einliegerwohnung in der Bischofskanzlei an die Stadt vermietet.

Quelle: dpa

Hannover. Dazu gehörten sowohl Überlegungen, die die großen Einrichtungen im Lande beträfen, als auch Einzelinitiativen, sagte Oberkirchenrat Cornelius Hahn vom Vorstand des Diakonischen Werks in Niedersachsen am Freitag dem Evangelischen Pressedienst in Hannover. So verhandelten etwa verschiedene Kirchengemeinden zurzeit mit den zuständigen Kommunen über Wohnraum, den sie zur Verfügung stellen könnten.

Afghanen ziehen in Bischofskanzlei

Prominentestes Beispiel in der hannoverschen Landeskirche ist Landesbischof Ralf Meister. Er hatte im Frühjahr vor dem Kirchenparlament angekündigt, seine Bischofskanzlei am Rande der Innenstadt für Flüchtlinge zu öffnen. Die Kirche hat deshalb eine 40 Quadratmeter große Einliegerwohnung in dem Haus an die Stadt vermietet.

Am Freitag sind nun nach epd-Informationen zwei junge Männer aus Afghanistan, die seit 2013 in einer Gemeinschaftsunterkunft gelebt haben, eingezogen. „Wir sind in unserer Familie mit Wohnraum unglaublich privilegiert“, hatte der Bischof betont, der mit seiner Frau und seinen zwei Kindern ebenfalls in der Kanzlei lebt.

Cornelius Hahn sagte, bei der Diakonie riefen auch immer wieder Einzelpersonen an, die Zimmer oder Wohnungen für Flüchtlinge anböten. Darunter seien auch Immobilienhändler. Sie alle würden an die entsprechenden kommunalen Ansprechpartner verwiesen. Gleichzeitig prüfe die Diakonie zurzeit, ob sie zeitnah zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten in ihren Einrichtungen schaffen könne.

Nach den positiven Erfahrungen mit dem Erstaufnahmelager in Osnabrück werde auch darüber nachgedacht, noch weitere Trägerschaften für Flüchtlingsheime zu übernehmen, sagte Hahn. „Wir haben gemerkt, dass wir durch unser Netz von diakonischen Angeboten, das von der Wohnungslosenhilfe bis zu Beratungsstellen reicht, sehr viel leisten können.“ Allerdings sei die Diakonie nicht bereit, gegenüber dem Land Abstriche an ihren Standards zu machen. „Wir können nicht um jeden Preis helfen.“

epd

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