Der am Kröpcke-Center wurde gerade abgebaut, weil ein noch größerer benötigt wird. Bei dem 200-Millionen-Euro-Projekt ist die sogenannte Bauphase Null (Teilabriss, Schließung des Passerellenlochs) so gut wie abgeschlossen, in Kürze beginnt mit einer symbolischen Grundsteinlegung der Neubau zunächst der Geschäftsetagen.
Das zweite Multimillionenprojekt ist der Neubau der Zentrale des Versicherungskonzerns HDI-Gerling (Talanx) in Bothfeld. Das dritte Großinvestment verharrt in Trostlosigkeit: Am Lindener Ihme-Zentrum ist weiterhin Baustopp und kein Investor in Sicht.
Eher traurig sind auch die Anlässe für die nächsten Neuerungen in der Innenstadt. Weil Erdmann schließen musste, soll es dort in Kürze einen Totalabriss und Neubau geben – allein der künftige Mieter fehlt noch. Mit SinnLeffers (geschlossen Ende Februar) und dem Karstadt Technikhaus (wird Ende März schließen) entsteht in der südlichen Innenstadt ein reiches Betätigungsfeld für Investoren. Immerhin: Im einstigen Volksfürsorge-Haus mit der kleinen Markthalle gegenüber vom Hauptbahnhof soll nun 2010 endlich der Umbau beginnen, verspricht der Investor.
Wenn es nach der Stadt geht, wird möglichst bald auch der Steintorplatz nach einer Skizze der Architekten Jabusch & Schneider bebaut – bislang hat sich aber auch dort kein Investor gefunden. Dafür ist gegenüber der Umbau der Langen Laube fast fertig.
Hinterm Bahnhof soll bald der Umbau des Raschplatz-Pavillons starten, und auch die Volkshochschule soll dort einen Neubau erhalten. Schräg gegenüber hofft die Stadt, dass ein Düsseldorfer Projektentwickler seine Pläne zur Bebauung am Busbahnhof realisiert.
Auch im Hotelgewerbe tut sich einiges. Das an der Lavesstraße liebevoll restaurierte Bahndirektionsgebäude soll bald als „Grand Palace Hotel“ eröffnen, und in das leerstehenden Maritim Stadthotel Hildesheimer Straße will die Gold-Inn-Kette einziehen. Dafür hat Hochtief am Hohen Ufer eine Rolle rückwärts gemacht – statt eines Hotels sollen dort nun Wohnungen entstehen.
Zügig vorangehen soll es mit dem umstrittensten Projekt der Stadt: Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim will am Rande Kirchrodes ein Forschungszentrum für Tierimpfstoffe bauen. Für die einen eine mit vielen Risiken behaftete Anlage, für die anderen ein Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Stadt. Hannovers Bauprojekte bleiben spannend – auch im Jahr 2010.
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Kommentare
selbst engagieren frank – 11.01.10
Selbst mal engagieren frank – 11.01.10Gibt es denn Leute unter euch, die Lust haben, sich in einer Bürgerinitiative zu engagieren ? Wenn man etwas nicht so gut findet, gibt es doch genug Möglichkeiten, etwas zu machen.
Ich bin ebenfalls interessiert daran, wie es in Hannover weitergeht, und bevor man zukünftige Projekte im Nachhinein schlecht finden muß, könnte man ja vorher zu argumentieren, damit es besser wird.
Mir schwebt, das ist mir wichtig zu sagen, etwas politisch neutrales vor, und habe persönlich, wenn ich dieses Idee vorbringe, keinen Anspruch an Vorsitz oder sowas. Es geht nur darum, sich zusammenzufinden, um vielleicht Einfluß nehmen zu können.
Für den Fall, dass hier Leute sind, die ebenfalls interessiert sind, möchte ich meine Email-Adresse angeben. Vielleicht kann ich ja ein Treffen organisieren, damit wir uns kennenlernen. Die Adresse lautet:
Gruß
frank
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maaaaan Gernervter – 11.01.10
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Ich mache mir keinerlei Hoffnungen, dass irgendetwas Schönes in Hannover enstehen wird. Das Kröpcke-Center ist ein fauler Kompomiss,das Ihmezentrum gehört abgerissen.
Gleich gegenüber ist in der jüngeren Vergangenheit völlig kontraproduktiv das widerwärtige und architektonisch wie städtebaulich wertlose Ostland-Neubaugebiet entstanden.
Das Regionshaus ist funktionale Hannover-Langeweile-Verwaltungsbau-Architektur.
Die Sozis haben Hannovers Ruf als Stadt der Mittelmäßigkeit über Jahre gefestigt. Da konnte die grandios gefloppte Expo auch nicht viel ändern.
Die Aufwertung rund um den Hauptbahnhof ist zwar als positives Intermezzo festzuhalten, aber auch keine große Leistung, da sich Ähnliches in den meisten deutschen Städten vollzogen hat.
Weil und Jagau gehören mitsamt ihrer Entourage aus den Ämtern gejagt.
Stattdessen diskutiert man mit den Sozis und ihrer Baggage tatsächlich über das Großbauprojekt Tunnelbau Raschplatz-Goetheplatz.
... Hannoveraner – 11.01.10
Herr Meding, sind Sie ein Freund von Stephan Weil?Am Rande von Kirchrode, dass klingt so positiv für Boehringer Ingelheim!!!
Idee Speer – 10.01.10
Das Finanzfürstentum Hannovers sollte in die neuen Baulücken möglichst hohe Glas-Stahl-Beton-Riesen im üblichen Schachtel-Dreh-Mikado-Stil bauen um diese dann etagenweise mit Tedi, Schlecker, Kik und Sportwett-Läden zu füllen.Doch ganz oben in die höchste Etage wird eine Edel-Wohnung mit dekadenter Aussicht für entlassene Manager mit Maximal-Abfindung und FDP-Parteibuch gesetzt.
Das niedere Volk bezahlt dann brav GEZ-Gebühren um sich das Leben derer die diese obere Etage bewohnen dürfen in einer Reality-Soap ansehen zu können.
Das wäre ein Zeichen der Zeit und es wäre mal ein ehrliches.