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Schulanfang

Auch das Busfahren will geübt sein

Von Bärbel Hilbig

Zum Schulanfang sind Autofahrer und Kinder gefordert: Auch die Haltestellen verlangen besondere Aufmerksamkeit.
Vorsicht, Bus: Eltern sollten mit ihren Kindern auch über das richtige Verhalten an Haltestellen sprechen.

Vorsicht, Bus: Eltern sollten mit ihren Kindern auch über das richtige Verhalten an Haltestellen sprechen.

© Tim Schaarschmidt

Wenn am Donnerstag die Schule wieder losgeht, ist die Aufmerksamkeit der Autofahrer besonders gefordert. Auf manchen Strecken wie dem Altenbekener Damm, an dem viele Schulen liegen, sind dann Kinder und Jugendliche in größeren Gruppen unterwegs – und manchmal beim Herumalbern auch abgelenkt vom Straßenverkehr.

Besonders unübersichtlich ist die Situation meist an Bushaltestellen, an denen sich morgens und mittags viele Schüler drängeln. Der Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover (GUV) und der Großraum-Verkehr Hannover (GVH) raten Schülern und Autofahrern dort zu besonderer Vorsicht. „Die Fahrer müssen mit dem unbedachten Verhalten der Kinder rechnen“, sagt GUV-Expertin Insa Abeling. Und so wie die Eltern von Erstklässlern mit ihren Kindern den Schulweg üben, sollten Väter und Mütter mit ihrem Nachwuchs auch das Verhalten an der Haltestelle und im Bus trainieren, bevor die Schüler allein öffentliche Verkehrsmittel benutzen.

Insa Abeling hat beobachtet, dass Autofahrer an Bushaltestellen oft unsicher reagieren, weil die eigenen Fahrstunden schon lange zurückliegen. „Sobald sich ein Bus mit eingeschaltetem Warnblinklicht einer Haltestelle nähert, ist das Überholen verboten“, sagt die GUV-Mitarbeiterin. Wenn der Bus dagegen mit Warnblinklicht an der Haltestelle steht, dürfen Fahrzeuge in Schrittgeschwindigkeit vorbeifahren. Das Tempolimit gelte auch für Autos auf der Gegenfahrbahn. Hält der Bus ohne Warnblinklicht, darf er mit maximal Tempo 30 überholt werden.

„Die Situation birgt ein hohes Gefahrenpotenzial“, betont Abeling. Die Zahl der Unfälle auf dem Schulweg, bei denen Kinder einen Bus benutzt hatten, ist zwar nur gering. Im Jahr 2007 zählte der GUV bundesweit 115 000 Unfälle auf dem Schulweg, von denen manche auch bei Raufereien passierten. Nur in vier Prozent der Fälle war das verunglückte Kind Bus gefahren. „Aber wenn ein Kind hinter einem Bus hervorläuft und von einem Auto erfasst wird, ist das oft ein sehr schwerwiegender Unfall“, erklärt Abeling.

Der Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover und der Großraum-Verkehr Hannover arbeiten deshalb bei der Vorbeugung zusammen und setzen auch darauf, dass Eltern ihren Kinder frühzeitig das richtige Verhalten an der Haltestelle beibringen. Beim Warten auf den Bus sollte ein Meter Abstand zur Bordsteinkante gehalten werden. „Wenn der Bus an die Haltestelle heranfährt, schwingt er oft ein ganzes Stück über den Bordstein“, sagt Ralf Dedden, Fachmann beim GVH. Natürlich erhöhen Drängeln und Schubsen beim Warten oder Einsteigen die Unfallgefahr. „Wir bitten darum, zuerst die ankommenden Fahrgäste aussteigen zu lassen“, sagt Dedden.

Der GUV empfiehlt, nach dem Aussteigen nicht hinter oder vor dem Bus auf die Fahrbahn zu gehen, sondern die Abfahrt abzuwarten. „Und dann sollte man am besten nach einer Ampel oder einem Zebrastreifen Ausschau halten, wenn man die Straße überqueren will“, sagt Insa Abeling. Im Bus sei es wichtig, die Schultasche gut zwischen den Füßen zu verstauen, damit sie bei einer Vollbremsung niemanden verletzen kann.

Beim GUV sind alle Kinder in der Schule und auf dem Schulweg versichert. Der Verband beteiligt sich finanziell am Programm des GVH „Sicher in Bussen und Bahnen“. Grundschulen können zum Beispiel beim GVH einen Bus zum Üben bestellen. „Der Busfahrer führt den Kindern vor, warum sie sich festhalten sollten und wo sie am besten sitzen“, sagt Dedden.

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  • Treffender kann eine Überschrift nicht sein! Cola-Matze – 04.08.09
    Diese Überschrift sollten sich einige Busfahrer der Üstra wirklich zu Herzen nehmen.
    Verwirrt im Bus rumlaufen und nach merkwürdigen Geräuschen suchen, die sonst keiner hört, Fahrgäste ignorieren und an der Haltestelle vorbei fahren, die Türen sofort wieder auf schliessen stellen damit auch nicht alle einsteigen können, vorausschauendes Fahren ist nicht unbedingt vorhanden (gefühlte Vollbremsung an den Haltestellen)

    Ich weiß, die Busfahrer sind immer die Dummen und an allem schuld, aber auf der anderen Seite sollte es nicht so schwer sein, ein bisschen Rücksicht auf das Umfeld zu nehmen, würde zu mindestens meine Toleranz gegenüber dem Fahrpersonal erheblich erhöhen.
  • Busfahrerfehler h.j. – 04.08.09
    Der Busfaher muss zum anhalten auch den Fahrtrichtungsanzeiger nicht betätigen.Er wechselt weder die Fahrspur noch parkt er ein,oder biegt ab.Das Fahrzeug ist für alle Verkehrsteilnehmer als Linienbus gekennzeichnet,also ist damit zu rechnen,das er alle 300-500 Meter anhält.zudem hat man ausreichend Sicherheitsabstand einzuhalten.Nur zum Anfahren muss er dem fliessenden Verkehr ankündigen,das er anfährt.Dabei ist dem Linienbus Vorrang zu gewähren.Bitte nicht mit Vorfahrt verwechseln.
  • Busfahrerfehler Z. T. – 04.08.09
    Was ich häufig beobachte: Wirklich viele Busfahrer blinken nicht rechts, wenn sie im Begriff sind, anzuhalten. Das irritiert sehr, wenn man nicht ortskundig ist und die Haltestellen kennt. Ich vermute ja mal, dass das, was für normale Autofahrer gilt, nämlich rechts blinken, wenn man am Fahrbahnrand hält, auch für Busse gilt (außer die halten mit Warnblinke).

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