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Aufsatzband über Ersten Weltkrieg vorgestellt

Gemeinschaftsprojekt Aufsatzband über Ersten Weltkrieg vorgestellt

In einem gemeinsamen Buchprojekt erzählen Gewerkschafter und Unternehmer aus Hannover die Geschichte des Ersten Weltkriegs. Damit wollen sie auch ein Zeichen gegen den erstarkenden Nationalismus setzen. 

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DGB und NiedersachsenMetall stellen Schriftensammlung zum Ersten Weltkrieg vor - von links: Hartmut Tölle, Dr. Volker Schmidt, Generalleutnant Carsten Jacobsen, Michael Fürst und Gundolf Algermissen.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Es war schon ein illustres Autorenkollektiv, das sich da in der Buchhandlung Decius zur Buchpräsentation versammelt hatte: „Eine außergewöhnliche Runde“, wie Niedersachsens DGB-Chef Hartmut Tölle mit Blick auf seine Ko-Autoren bemerkte: Gemeinsam mit NiedersachsenMetall-Chef Volker Schmidt, Michael Fürst vom Landesverband jüdischer Gemeinden und Generalleutnant Carsten Jacobson präsentierte Tölle dort den Aufsatzband „Die Jahre 1915 bis 1918“ über den Ersten Weltkrieg (248 Seiten, erhältlich bei Decius für 15 Euro).

Das gemeinsame Buchprojekt verstehen die Autoren auch als gemeinsame Mahnung: „Wir erleben heute wieder ein Erstarken des Nationalismus – doch es gibt keine einfachen Antworten auf komplizierte Fragen“, sagt Schmidt.

„In dem Buch geht es weniger um Front- als vielmehr um Heimaterlebnisse“, sagt Gundolf Algermissen, DGB-Beauftragter für Arbeitergeschichte. Aus regionaler Perspektive beleuchtet der Band, der Schulen kostenlos zur Verfügung gestellt wird, den Hunger an der „Heimatfront“, die Entwicklung von Malerei oder die Ehrung jüdischer Frontkämpfer in ihren Gemeinden.

Am persönlichsten fällt ausgerechnet der Beitrag eines Soldaten aus: Ein Foto zeigt Generalleutnant Jacobson als jungen Uniformierten, händchenhaltend mit seiner englischen Frau: „Ihr Großvater weigerte sich, mit mir zu reden – er war bei einem Gasangriff bei Ypern verwundet worden“, sagt Jacobson. „Meine Söhne sehen sich als Europäer“, schreibt er: „Europa ist eine wunderbare und verteidigenswerte Heimat.“

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