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Auftaktfest zu Special Olympics gestartet

Aktionstag am Kröpcke Auftaktfest zu Special Olympics gestartet

Etliche Vereine zeigten am Sonnabend in der City, welche Möglichkeiten der Sport für alle Menschen bietet. Die von der Stadt organisierte Veranstaltung trägt das Motto "Hannover alles inklusive Sport". Mit etlichen Aktionsständen auf der Georgstraße und einer Bühne am Kröpcke ist sie zugleich Auftaktfest für die Special Olympics.

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Spiel und Spaß am Kröpcke.

Quelle: Andreas Schinkel

Hannover. Ob Rollstuhl-Basketball, Kajakfahren auf dem Opernplatz oder Bowlen auf der Georgstraße – beim Aktionstag der Stadt Hannover am Sonnabend in der City hat jeder mitmachen können. Das Fest unter dem Motto „Hannover alle(s) inklusive Sport“ sollte nicht nur zeigen, wie beeinträchtigte und gesunde Menschen zusammen Sport treiben, sondern auch Lust auf die Special Olympics machen, die am heutigen Montag beginnen. Die Spiele für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung finden erstmals in Hannover statt. Fast 5000 Athleten reisen an. Beim Aktionstag wurde bereits die olympische Flamme in Empfang genommen.

Am Sonnabendnachmittag nahm OB Schostok die Fackel der Special Olympics in Empfang. Den ganzen Tag über zeigten Akrobaten, Musiker und Dichter auf der Bühne ihr Können.

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Aber wie sieht es wirklich aus beim sportlichen Miteinander von Behinderten und Nicht-Beeinträchtigten? Das Fest mit seinen vielen Ständen und dem bunten Bühnenprogramm auf dem Kröpcke hat einen ersten Eindruck vermittelt. Viele Eltern von behinderten Kindern nutzen die Gelegenheit und informieren sich über Angebote in der Stadt. Tenor: Es gibt schon jetzt viele Möglichkeiten für den gemeinsamen Sport, sie sind nur oft nicht bekannt.

Stefanie Machann blickt entzückt über die blaue Wasserfläche. Ihr Sohn Phil paddelt munter in einem Bassin auf dem Opernplatz herum. „Der macht das doch nicht zum ersten Mal?“, fragt eine Trainerin. Machann schüttelt den Kopf. Währenddessen sitzt ihr 17-jähriger Sohn Maurice in seinem Rollstuhl und schwitzt. Die Hitze macht ihm zu schaffen. „Ein paar schattige Unterstände wären hilfreich gewesen“, sagt Machann. Sie habe den Eindruck, in Hannover gebe es für Kinder, die geistig und körperlich behindert sind, wenig Angebote.

Derweil hat Betreuerin Katja Pietsch mit ihrer Gruppe viel Spaß. Die sehbehinderten jungen Frauen lassen Bowlingkugeln rollen. „Ich rudere regelmäßig auf dem Maschsee“, sagt die 25-jährige Daniela. Ihr Training wird vom Landesbildungszentrum für Blinde organisiert, in der Wintersaison darf sie das Trainingsbecken des Rudervereins Humboldtschule benutzen.

Anna Gniatczyk findet nicht, dass es in Hannover zu wenig Sportmöglichkeiten für Behinderte gibt. „Aber die Angebote sind etwas versteckt. Es sollte eine Plattform im Internet geben, auf der alles versammelt ist“, sagt sie. Mit ihrer Tochter Mayas schlendert sie über den Opernplatz. Scheinbar mühelos flitzt die Achtjährige mit ihrem Rollstuhl über das Kopfsteinpflaster. „Maya fährt Rennrollstuhl. Leider kostet so ein Stuhl 6500 Euro“, sagt Gniatczyk.

Beim Verein Rolling Chairs aus Isernhagen wird Inklusion anders herum gedacht. „Fußgänger setzen sich in Rollstühle und machen beim Rollstuhl-Basketball mit“, sagt Vereinschef Werner Hinz. Bei seinen Tanzkursen bringt der Verein Rollstuhlfahrer und Unbeeinträchtigte zusammen. „Mit ein bisschen Übung spielt der Höhenunterschied beim Tanzen keine Rolle“, sagt Hinz. Behinderte lernten dadurch, dass sie in der Disko nicht am Rande bleiben müssen – und im Alltag auch nicht.     . 

Special Olympics in Hannover

Tui-Arena: Bei der Eröffnungsfeier am Montagabend wird das Special-Olympics-Feuer in der TUI-Arena feierlich entzündet. Am Freitag gibt es eine Athletendisco.

Olympic Town: Der Sportpark Hannover ist der zentrale Veranstaltungsort. Im Erika-Fisch-Stadion ist Leichtathletik zu sehen, im Stadionbad wird geschwommen und auf dem Kröpcke wird eine Beachvolleyball-Anlage aufgebaut. Kanu-Regatten werden auf dem Maschsee ausgetragen. Die Bowling-Kugel rollt im Bowling Center Maschsee. Tennis spielen die Athleten beim Hannoverschen Tennis Verein in der Bonner Straße. Auch im Umland finden Wettbewerbe statt. Die Golfer treffen sich auf dem Platz in Garbsen, auf dem Parkplatz der Pferderennbahn in Langenhagen kämpfen Rennradfahrer um eine Medaille. Auf dem Platz vor der Nordkurve der HDI-Arena finden Sportler und Gäste die Olympic Town mit einer großen Bühne. Hier bekommen die Sieger ihre Medaillen, außerdem spielen dort Bands, es gibt Theateraufführungen, Tanzbeiträge und Infoveranstaltungen. Beim wettbewerbsfreien Angebot können auch Zuschauer mitmachen.

Wettbewerbe: Ab Dienstag, 7. Juni, geht es für die Sportler offiziell um alles. In der Regel dauern die Wettkämpfe von 9 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos.

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