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Misburger Hafenbecken wird nicht zugeschüttet

Papenburg-Pläne Misburger Hafenbecken wird nicht zugeschüttet

Der Unternehmer Günter Papenburg darf das Becken des früheren Misburger Industriehafens nicht auffüllen, um daraus ein Industrieareal zu machen. Die Stadt will das erforderliche Planverfahren stoppen.

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Das Becken des früheren Zementhafens bleibt Wasserfläche.

Quelle: Philipp von Ditfurth

Hannover. In der Politik ist das endgültige Aus für die Verfüllung des alten Industriehafenbeckens in Misburg-Süd auf einhellige Freude gestoßen. Der Unternehmer Günter Papenburg dagegen reagierte erbost: „Die Stadt hindert uns an Investitionen. Notfalls werden wir klagen“, sagte er.

Papenburg wollte das nicht mehr genutzte Zementhafenbecken, das ihm gehört, zuschütten und die auf diese Weise gewonnene Fläche von rund 22 000 Quadratmetern in das umliegende Gewerbegebiet eingliedern. Insgesamt hatte der Bauunternehmer Investitionen von 80 Millionen Euro und bis zu 200 zusätzliche Arbeitsplätze geplant. 

Mehrere Gruppen von Gegnern

Das Vorhaben stieß auf Sympathien bei der Stadtverwaltung, die der Meinung ist, dass neue Gewerbegebiete angesichts des Kampfes um Freiflächen dort entstehen sollen, wo schon Areale für die gewerbliche Nutzung vorhanden sind. Der Stadtbezirksrat Misburg, Naturschutzverbände und eine Bürgerinitiative machten dagegen von Anfang an gegen das Vorhaben mobil.

Papenburgs Plan funktioniert nur, wenn die Stadt den Flächennutzungsplan für den betreffenden Bereich ändert. Der weist für die Örtlichkeit eine Wasserfläche aus. In der vergangenen Wahlperiode hatte die rot-grüne Ratsmehrheit Zustimmung signalisiert und auf Wunsch der Verwaltung ein Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans angeschoben.

Was folgte, waren langwierige Auseinandersetzungen – und in der vergangenen Woche die entscheidende Rolle rückwärts. Mittlerweile ist bei der Region ein offizielles wasserrechtliches Genehmigungsverfahren angelaufen, zu dem die Stadt Stellung bezieht. SPD, CDU, Grüne und FDP haben im Bauausschuss in einem Dringlichkeitsantrag durchgesetzt, dass die Stellungnahme negativ ausfällt – „zum Schutz von Flora und Fauna in der Umgebung und mangels Vertrauen in den Unternehmer“. Nun zieht auch die Stadtverwaltung die Reißleine und will die entscheidende Änderung des Flächennutzungsplans nicht weiter verfolgen. „Die Gutachten, die vom Unternehmer vorgelegt worden sind, beinhalten Ungereimtheiten und Mängel“, heißt es in der Begründung dafür.

Politiker sind zufrieden

„Wir begrüßen, dass die Belange des Naturschutzes den Vorzug gegenüber wirtschaftlichen Interessen erhalten haben“, kommentierte Robert Schmitz, Vorsitzender der Misburger SPD, die neue Entwicklung. „Das dient der Sache und den Wünschen der Bürger“, erklärte Patrick Hoare, Vorsitzender der CDU-Bezirksratsfraktion. Auch Urs Mansmann (Grüne) lobte die Entscheidung.

Papenburg dagegen, der von der Nachricht im Urlaub erfuhr, ärgerte sich: „Das ist ein altes Industrieareal. Die Stadt hindert uns an Investitionen.“ Nicht nur sein Unternehmen, sondern auch benachbarte Betriebe benötigten zusätzliche Flächen, sagt er. Papenburg will nun ein für Mitte Dezember anberaumtes Gespräch im Rathaus mit Oberbürgermeister Stefan Schostok und Wirtschaftsdezernentin Sabine Tegtemeyer-Dette abwarten und dann entscheiden, welche weiteren Schritte er unternimmt.

Von Bernd Haase

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