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Aus für das Cinemaxx Nikolaistraße: Hannover erinnert sich zurück

Dinoatmosphäre und erste Dates Aus für das Cinemaxx Nikolaistraße: Hannover erinnert sich zurück

Schluss zum 1. August: Das Cinemaxx-Kino in der Nikolaistraße schließt. Viele Hannoveraner stimmte die Nachricht traurig. Sie erinnern sich wehmütig an ihre schönsten Erlebnisse in Hannovers erstem Multiplex-Kino.

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Das Cinemaxx-Kino in der Nikolaistraße schließt zum 1. August.

Quelle: Wilde (Archiv)

Hannover. „In Hannover besteht ganz offenkundig nicht genug Nachfrage für zwei große Multiplexkinos“, sagt Hans-Joachim Flebbe. Das 1991 von ihm eröffnete Cinemaxx-Kino in der Nikolaistraße wird daher zum 1. August schließen. Flebbe hat einen Projektentwickler beauftragt zu prüfen, was mit der Immobilie passiert. Möglicherweise wird er dort „ein oder zwei Säle“ für seine neue Edelkinomarke nutzen, mit der er in anderen Städten reüssiert. Im Wesentlichen aber sollen voraussichtlich Wohnungen oder Büros an dem Standort entstehen. „Was genau passiert, wissen wir vielleicht in drei Monaten“, sagt Flebbe.

Das Cinemaxx-Kino in der Nikolaistraße ist im August 2013 geschlossen worden.  Ein Blick zurück.

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Für die 60 Mitarbeiter der Cinemaxx-Kette war die Nachricht ein Schock. Die Geschäftsführung hat sie in einer Personalversammlung verkündet, mitsamt allen Details des ausgehandelten Sozialplans für 39 unbefristet Angestellte. „Was uns besonders ärgert, ist, dass die Kollegen nicht zum Cinemaxx am Raschplatz wechseln dürfen, sondern ausdrücklich nur in weiter entfernte Standorte“, sagt Betriebsrätin Sonja Ruiz Alonso. „Für viele sind weite Anfahrtswege nach Göttingen, Bielefeld oder Bremen wegen ihrer Familien unzumutbar, und wir denken, dass am Raschplatz wegen der hohen Personalfluktuation durchaus Platz für einige von uns gewesen wäre.“ Eine Konzernsprecherin hingegen sagt, am Raschplatz gebe es keine freien Stellen. Man bemühe sich, Angebote an anderen Standorten zu machen.

Auch die Hannoveraner trifft die Schließung des ersten Multiplex-Kinos der Stadt. Viele erinnern sich gerne an die Filme zurück, die sie im Cinemaxx gesehen haben und die damit verbundenen Erlebnisse. Facebook Nutzer Christian Nowakowski ist besonders der Besuch von "Jurassic Park" im Gedächtnis geblieben: „Die Klimaanlage ist damals ausgefallen. Perfekte Dino Atmosphäre. Als Entschuldigung gab es für alle Besucher Freikarten“. Einen Saal für sich alleine bekam Facebook-Nutzerin Al Eksa. Zum Geburtstag hatte jemand für sie Kino Nummer 2 reserviert. Seinen ersten Kinofilm überhaupt sah Facebook Nutzer Basti Rhymes im Cinemaxx in der Nikolaistraße: Asterix und Obelix. Und natürlich schrieb das Kino auch Liebesgeschichten. Einige Nutzer führten ihre ersten Verabredungen ins Cinemaxx aus, bei einigen – wie Hik Less – hält die Beziehung heute noch.  

Die Krise hat sich angekündigt. Flebbe, der sich 2008 von Cinemaxx getrennt hatte und seitdem mit innovativen Kinokonzepten experimentiert, hatte 2012 die Immobilie in der Nikolaistraße gekauft. Den Mietvertrag mit Cinemaxx, der Ende August ausläuft, wollte er nur mit einer Mieterhöhung verlängern. „Wir meinen, dass die Erhöhung wirtschaftlich tragbar wäre“, sagt Flebbe. „Die Tatsache, dass Cinemaxx nicht bereit ist, die erhöhte Miete zu zahlen, zeigt aber, dass es keinen Platz mehr für ein zweites Großkino in Hannover gibt.“

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Ende einer Ära
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Hannovers Cinemaxx-Kinos stellen auf Vollautomatik um. Mit der Digitalisierung sollen die Arbeitsplätze aller Filmvorführer wegfallen. Die Filme werden künftig per Computer von einer Hamburger Zentrale aus gestartet. Für den Standort am Raschplatz sind die Pläne beschlossen, wie die Zentrale am MIttwoch mitteilte. Offenbar gibt es bereits Kündigungen.

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