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Aus der Stadt Stadt befürwortet Windräder am Kronsberg
Hannover Aus der Stadt Stadt befürwortet Windräder am Kronsberg
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00:15 28.06.2015
Von Bernd Haase
„Bekenntnis zur erneuerbaren Energien“: Die Stadt will am Kronsberg Windräder erlauben – gegen den Widerstand von Anwohnern und Naturschützern. Quelle: Link
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Hannover

Stimmt der Rat zu, darf das Versorungsunternehmen für Kosten von rund zehn Millionen Euro zwei je 200 Meter hohe Windräder im Dreieck zwischen Anderten, Bemerode und dem Waldgebiet Gaim errichten – wenn denn Natur- und Lärmschutzauflagen eingehalten werden. Gegen das Vorhaben protestieren sowohl Anlieger als auch Bezirksratsvertreter und Naturschutzverbände.

Die Verwaltung begründet ihre Haltung mit den Klimaschutzzielen. „Das Bekenntnis zum Ausbau regenerativer Energieerzeugung im Allgemeinen und insbesondere der Windenergie im Binnenland ist als gemeinsames Ziel von Stadt und Stadtwerken formuliert“, heißt es in der Drucksache.

Der Standort am Kronsberg ist derzeit der einzige auf hannoverschem Stadtgebiet, der für Windkraft infrage kommt. Formell ist die Region für dieses Thema zuständig. Sie lehnt das Projekt aus Naturschutzgründen ab, hat aber derzeit keine zwingende Handhabe, dies auch durchzusetzen. Das regionale Raumordnungsprogramm ist in seiner aktuellen Form Anfang des Jahres ausgelaufen, das neue wird frühestens Mitte 2016 in Kraft treten. „Bis das der Fall ist, müssen wir die Rotoren genehmigen, wenn Auflagen nach Bundesimmissionsschutz erfüllt sind. Da haben die Stadtwerke schon gute Vorarbeit geleistet“, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann.

Matthias Rudloff, Bereichsleiter erneuerbare Energien bei dem Versorgungsunternehmen, hatte das Vorhaben Mitte Mai im Bezirksrat Misburg-Anderten vorgestellt. Gehen die Anlagen, die rechnerisch 6000 Haushalte mit Strom versorgen, in Betrieb, gibt es einige ungewöhnliche Beschränkungen. Aus Lärmschutzgründen sollen die Rotoren nachts nicht mit Volllast laufen. Damit Fledermäuse, vor allem solche der Art Großer Abendsegler, nicht in die sich drehenden Flügel geraten, würden die Anlagen sogar komplett abgeschaltet, wenn ein erhöhtes Risiko besteht. Dies sei von Anfang April bis Ende September der Fall, wenn gleichzeitig hohe Temperaturen herrschten, kein Regen falle und der Wind nur schwach wehe. Trotzdem rechnet sich das Projekt nach Rudloffs Angaben, weil die Stromausbeute nur um elf Prozent sinke.

Rechnen würde sich die Angelegenheit auch für die Stadt. Sie ist Besitzer des Grundstücks und könnte jährliche Pachten in Höhe von 50.000 Euro einstreichen.

In die politische Beratungsrunde geht das Windenergieprojekt am kommenden Mittwoch, wenn sich der Bezirksrat Misburg-Anderten damit befasst. Die Stadtwerke streben einen Baugenehmigung im Herbst und eine Inbetriebnahme der beiden Windräder im kommenden Sommer an.     

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