Die Auswertung des Massen-Speicheltests im Mordfall Monika P. dauert an: Bei dem Test gaben nach aktuellem Stand rund 720 Männer im Alter von 18 und 65 Jahren freiwillig Speichelproben ab. „Danach müssen die entsprechenden Abgleiche mit dem Spurenmaterial vom Fundort erfolgen“, teilte die Polizei mit. Wann die Polizei zu einem Ergebnis kommt, steht noch nicht fest. Insgesamt wurden 1105 Männer aus dem Stadtteil Linden zu der Speichelprobe aufgerufen.
Den rund 400 Verbliebenen, die sich an dem Test nicht beteiligt haben, wird die Polizei einen Besuch abstatten. „Wir werden sie aufsuchen und ein Gespräch mit ihnen führen, und sie nochmal bitten, eine Speichelprobe abzugeben“, sagte eine Polizeisprecherin. Diejenigen, die der Bitte nicht nachkommen, werden dazu nicht gezwungen. „Aufgrund der Verweigerung am freiwilligen Speicheltest drohen keinerlei Konsequenzen“, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Irene Silinger.
Anfang Januar hatten Beamte den zerstückelten Leichnam der 24-jährigen am Ufer der Ihme in Hannover gefunden. Spürhunde wiesen den Polizisten den Weg in den angrenzenden Stadtteil Linden.
dpa
HAZ.de Anmeldung
Kommentare
@Dejack Boris – 29.04.10
ist halt die Berufsbezeichnung. Dort könnte auch Hausfrau oder Verkäuferin stehen wenn die was anderes gemacht hätte. Sozialleistungsbezieherin ist halt noch kein anerkannter AUsbildungsberuf.Gelegenheitsprostituierten Monika P. Dejack – 29.04.10
Warum heist es nicht einfach Monika P.Sind die Eltern nicht schon genug gestraft mit dem Tot von Monika P.Muss es sein das jedesmal von der Gelegenheitsprostituierten geschrieben wird.Ich würde mir mehr Fingerspitzengefühl von der Haz wünschen!!!Test ohne Anlass Verfassungsleser – 28.04.10
Warum mache die Leute da eigentlich mit? Ist man neuerdings schon verdächtig, wenn man in dem gleichen Stadtteil lebt wie ein Verbrechensopfer? Ich würde mich standhaft weigern und bin überrascht, dass nicht viel mehr Leute wegbleiben!"Hofberichterstattung" Wettberger – 28.04.10
soll hier nun fast jeden Tag über eine Thema geschrieben werden, zu dem es mangels Nachrichten eigentlich nichts zu sagen gibt?Hoffentlich wird in der Zwischenzeit weitergearbeitet! Andy L. – 28.04.10
Und nicht erstmal das Ergebnis des Tests abwartet. Womöglich ist die Polizei mit dem Fokus auf einen begrenzten Teil von Linden ja völlig auf dem Holzweg. Wenn man nach der Berichterstattung geht, deuten doch wohl auch Indizien auf ganz andere Stadtteile, z.B. Mitte und List, hin. Daß die Spürhunde die Spur irgendwo im Bereich Charlottenstrasse verloren haben besagt doch nicht viel. Würde mich nicht wundern, wenn der Täter ganz woanders gefunden wird, und sich herausstellt, daß der Massengentest und der damit verbundene Generalverdacht gegen die Lindener ein völliger Schlag ins Wasser war.