Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Autoknacker in Hannover richten Millionenschaden an
Hannover Aus der Stadt Autoknacker in Hannover richten Millionenschaden an
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:31 11.03.2018
Die Polizeidierktion Hannover registrierte allein in diesem Jahr bereits 100 Fälle, in denen Autos aufgebrochen wurden.  Quelle: Uwe Dillenberg
Anzeige
Hannover

  Autoaufbrecher haben sich derzeit die Region Hannover als Gebiet für ihre Beutezüge ausgesucht. In den ersten sechs Wochen registrierte die Polizeidirektion Hannover mehr als 100 Taten. Der Schaden beläuft sich, ersten Schätzungen zufolge, auf rund eine Millionen Euro. Dabei haben es die Täter insbesondere auf Fahrzeuge der Marken BMW, Daimler Benz und VW abgesehen.

Aus den Wagen nahmen sie bevorzugt, Airbags, fest installierte Navigationsgeräte sowie Multifunktionslenkräder mit. Die Tatorte lagen in Hannover rund um die Eilenriede, an der Bundesstraße 6 in Linden un Limmer sowie entlang des Südschnellwegs. Im Umland waren insbesondere Barsinghausen, die Wedemark, Isernhagen, Langenhagen, Seelze und Garbsen betroffen. Die meisten Taten fanden in den späten Abendstunden oder in der Nacht statt. Auffällig ist: In allen Fällen, in denen bei den Fahrzeugen Alarmanlagen eingebaut waren, brachen die Täter den Aufbruchsversuch ab und flüchteten ohne Beute.

Seit gut einem Jahr kümmert sich bei der Polizeidirektion Hannover eine 17-köpfige Ermittlungsgruppe zentral um alle Autodiebstähle und Autoaufbrüche in der Stadt und dem Umland. Wegen der hohen Zahl an Straftaten in diesem Bereich in diesem Jahr werden die Beamten ihre Arbeit intensivieren. „Wir werden verstärkt Präsenz zeigen, offen und auch verdeckt“, sagt Behördensprecherin Kathrin Pfeiffer. Gleichzeitig setzt die Polizei auch auf Präventionsmaßnahmen und die Mithilfe der Autobesitzer. Neben dem Einbau von Alarmanlagen rät daten die experten den Autobesitzern, die Kindersicherung der Fahrzeuge zu aktivieren. „Die Täter schlagen in der Regel die hintere Dreiecksscheibe der Autos ein, um so ins Innere des Fahrzeugs zu gelangen“, sagt Pfeiffer. Mit aktivierter Kindersicherung lassen sich die hinteren Türen trotz eingeschlagener Scheibe nicht öffnen.

Das rät der ADAC

Um sich besser vor Autodieben oder Autoaufbrüchen zu schützen, rät die Polizeidirektion Hannover dazu, Fahrzeuge mit Alarmanlagen nachrüsten zu lassen. Nach Angaben des ADAC kann eine solche Nachrüstung zwischen 150 und 1000 Euro kosten. Je nach dem, welche Sensoren ein Alarmsystem benutzt, reagiert die Anlage auf Bewegungen im Fahrzeug wie Erschütterung oder Glasbruch oder auf Spannungsabfall, wenn sich beispielsweise beim Öffnen der Tür die Innenbeleuchtung automatisch einschaltet. „Wir raten zusätzlich zur Alarmanlage mechanische Sicherungen wie Lenkradschlösser oder Parkkrallen zu nutzen“, sagt ADAC-Sprecherin Alexandra Kruse. Lenkradschlösser kosten zwischen 30 und 60 Euro, Parkkrallen zwischen 20 und 150 Euro.

Nach Erkenntnissen der Polizei arbeitet die Täter meist auf Bestellung. „Die meisten von ihnen stammen aus dem osteuropäischen Raum – dorthin wird die Beute nach der Tat auch gebracht“, sagt die Behördensprecherin. Autoaufbrecher agieren in der Regel zu zweit. Einer steht Schmiere, der Komplize begeht die Tat. „Sie benötigen nur ein paar Minuten, dann sind sie auch schon wieder vom Tatort verschwunden“, sagt Pfeiffer.

Von Tobias Morchner

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am Wochenende bleibt es in Hannover und dem restlichen Niedersachsen winterlich. Der schönste Tag vom Wochenende dürfte der Sonntag werden. Neuer Schnee kommt wohl aber erst am Montag

11.03.2018
Aus der Stadt Grundschule Kestnerstraße - CDU: Stadt muss besser informieren

Im vergangenen Jahr mussten wegen Problemen mit der Decke rund 80 Schüler der Grundschule Kestnerstraße in Bothfeld unterrichtet werden. Wie es bei der geplanten Schulsanierung weitergeht, ist unklar.

11.03.2018

Santiano begeistert bei der „Im Auge des Sturms“-Tour 9200 Zuschauer in der Tui Arena. Die Musiker rocken die Halle mit einer Mischung aus Gitarrenriffs, Geigengefidel und Piratenvokabular. Die Band ist so beliebt, dass sie 2018 sogar noch einmal nach Hannover kommt. 

21.02.2018
Anzeige