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Aus der Stadt Autonome wollen Pegida blockieren
Hannover Aus der Stadt Autonome wollen Pegida blockieren
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09:23 22.01.2015
Pegida mobilisiert deutschlandweit Zehntausende – Anhänger und Gegendemonstranten. Quelle: dpa
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Hannover

Der geplante Demonstrationszug der hannoverschen Pegida-Anhänger soll am frühen Montagabend vom Steintorplatz zum Opernplatz führen. Allerdings ist nicht klar, ob er dort ankommt. Verschiedene linksautonome Gruppierungen haben jetzt dazu aufgerufen, die islamfeindliche Veranstaltung zu blockieren. Sie wollen zeitlich vor den Hagida-Anhängern den Steintorplatz besetzen und so das Treffen der Rechtspopulisten unterbinden. Die Aktion wird im Internet bereits intensiv diskutiert. Eine andere Gruppierung hat sich dafür ausgesprochen, die Route der Hagida-Demonstranten zu blockieren. „Pegida in Hannover? Läuft nicht“, ist das Motto der Protestbewegung, angelehnt an das Jugendwort des Jahres 2014: „Läuft bei dir“.

Die Polizei bereitet sich auf die besonderen Umstände der Veranstaltungen am Montag vor. „Wir werden einen reibungslosen Ablauf aller Demonstrationen gewährleisten“, sagt Behördensprecher Holger Hilgenberg. Unterdessen hat Anette Schultner vom niedersächsischen Landesvorstand der rechtspopulistischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) ihre Teilnahme an der Hagida-Kundgebung krankheitsbedingt abgesagt. Sie hätte als Rednerin auf dem Opernplatz auftreten sollen.

Die Aktion „Hannover sagt: Licht aus für Rassisten“ findet hingegen immer mehr Unterstützer. Wenn die Demonstranten der Pegida durch die City ziehen, wollen viele Geschäfte und Institutionen um 17.30 Uhr das Licht ausschalten. Geschäfte und Institutionen setzen damit ein Zeichen des Widerstandes gegen Pegida und für Toleranz. Nur an einer Stelle soll es mehr Licht geben: An das Opernhaus, Ziel des umstrittenen Demozugs, sollen Lichtbilder projiziert werden, die für Toleranz werben.

Von Tobias Morchner und Bernd Haase

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