Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Autos müssen draußen bleiben

Autofreier Sonntag Autos müssen draußen bleiben

Bereits zum achten Mal richtet die Stadt einen autofreien Sonntag aus. Funsport, Mobilitätsmeile und Energiearena – das Programm ist umfangreicher als je zuvor. Es werden weit mehr als 100.000 Besucher bei den Veranstaltungen erwartet. Die Themenmeilen in der Übersicht.

Voriger Artikel
Siloah-Bauarbeiter noch immer ohne kompletten Lohn
Nächster Artikel
Trampolinhalle noch immer ohne Genehmigung

Mitwirkende beim autofreien Sonntag haben sich vor dem Rathaus zum Gruppenfoto präsentiert. Zu den Höhepunkten zählt die Fahrradsternfahrt aus der gesamten Region in die City, für die am Ende der Tour wieder Süd- und Westschnellweg gesperrt werden.


Quelle: Michael Thomas

Hannover. „Wir wollen zeigen, das Umwelt- und Klimaschutz nicht nur mit Verzicht zu tun haben, sondern auch Spaß machen können“, sagt Hannovers Wirtschaftsdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette. Funktionieren soll das mit dem autofreien Sonntag am 29. Mai in der Zeit von 11 bis 18 Uhr in Hannovers Innenstadt. Er findet nach einem Jahr Pause zum achten Mal statt, der Zwei-Jahres-Turnus wird nach Angaben der Dezernentin auch künftig beibehalten. „Wir stellen noch stärker als früher das Thema Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt“, sagt sie. Wie gut das gelingt werden gemäß den Erfahrungen früherer Veranstaltung weit mehr als 100.000 Besucher erkunden.

Die Veranstaltung kostet vergleichsweise schmale 100.000 Euro und ist nur möglich, weil sich Sponsoren, Vereine und Verbände engagieren. Die Zahlen sind rekordverdächtig: Es gibt neun Themenmeilen, sechs Bühnen, 240 Mitwirkende und 32 Bands - jeweils mehr als je zuvor. Zu den Neuheiten des Programms zählen eine Themenmeile für die Landwirtschaft, eine Lastenradparade vor der Hauptbühne am Aegi sowie das längste Sofa der Republik.

Die Themenmeilen im Einzelnen:

Energiearena mit Hauptbühne: 30 Aussteller bieten am Aegi eine Diskussions- und Informationsplattform zu erneuerbaren Energien und nachhaltigem Bauen und Sanieren. Unter anderem kann man ein mit Pedelecs betriebenes Mini-Kraftwerk bestaunen. Auf der von der HAZ präsentierten Bühne gibt es Talks zu Themen rund um die Stadtentwicklung. Um 15.35 Uhr rollt die Lastenradparade.

Fahrradmeile und Fahrradbühne: Am Leibnizufer präsentieren sich Hannovers Fahrradhändler und -organisationen. Gegen 13 Uhr treffen dort die Teilnehmer der Fahrrad-Sternfahrt aus der Region ein, um 15.30 Uhr gibt es einen Poetry-Slam unter dem Motto „Drahtesel statt Pferdestärke“.

Funsportmeile: Auf dem Friedrichswall demonstriert die junge Generation urbanes Lebensgefühl. Skater aus dem gesamten Bundesgebiet treten bei einer Freestyle-Slalom-Show an. Wer wissen will, wie die Trendsportarten Kopftischtennis, Parcouring und Jugger funktionieren, kann sich dort schlau machen.

Mobilitätsmeile: Auf der Karmarschstraße stehen und rollen Elektrofahrzeuge. Im Angebot sind Probefahrten mit Segways, Elektrofahrrädern und -rollern sowie Twikes.

Lebensstilmeile: Hier geht es um grünen Lifestyle; die Schlagworte lauten Street Food, Slow Food, Urban Gardening, Re-Use, Upcycling und Wellness. Die Meile mit dem längsten Sofa der Republik und einer Folklorebühne befindet sich übrigens nicht in London, sondern am Platz der Weltausstellung.

Artistik- und Zirkusmeile: Clowns, Jongleure und Akrobaten tummeln sich in der Osterstraße. Zum Abschluss gegen 17.30 Uhr bilden die Akteure eine Pyramide aus Menschenkörpern.

Hannovermeile: In der Georgstraße zeigt die Stadt, was unter klimafreundlichem Hannover zu verstehen ist.

Regionsmeile: Ebenfalls auf der Georgstraße lädt die Region zum Picknick im Park ein. Akustische Entdeckungen und Hörerlebnisse sind dort möglich, schließlich ist mit der „Hörregion“ eine neue Marke geschaffen worden.

Land-wirt-schaf(f)t-Zukunft: Dieser Titel kommt sperrig daher. Auf den Punkt gebracht bedeutet er, dass ökologisch wirtschaftende landwirtschaftliche Betriebe auf dem Opernplatz Informationen und Erzeugnisse anbieten.

Großräumige Sperrungen

Der autofreie Sonntag in der Innenstadt trägt seinen Namen mit Recht. In der Zeit von 7 bis 22 Uhr bleiben City und Altstadt für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Schon von 6 Uhr an können Autos am Aegidientorplatz nicht mehr in die Hildesheimer Straße in Fahrtrichtung stadtauswärts einbiegen.

Zur Sperrzone zählen die Altstadt, das Leibnizufer, ein Teil der Lavesallee sowie das Areal zwischen Friedrichswall, Aegi, Schiffgraben, Börse und Rathenaustraße. Damit ist der Hauptbahnhof während des autofreien Sonntags wie gewohnt von beiden Seiten erreichbar. Anwohner aus dem Veranstaltungsbereich können unvermeidliche Fahrten durchführen, allerdings nur an den zwei vorgesehenen Durchlassstellen. Eine liegt an der Einmündung der Burgstraße in den Marstall, die andere am Kurt-Schwitters-Platz Richtung Karmarschstraße und Culemannstraße. An beiden Stellen kontrolliert die Polizei. Wer sie passieren will, muss sich mit seinem Personalausweis legitimieren. In den vergangenen Jahren hatte es an den Kontrollstellen so gut wie keine Probleme gegeben.

An den meisten Parkplätzen im Innenstadtbereich gelten Halteverbote. Erreichbar bleibt allerdings das Parkhaus in der Schmiedestraße mit Zufahrtsmöglichkeit vom Steintor über den Marstall.

Viele Besucher werden zur Veranstaltung vor allem bei schönem Wetter mit dem Fahrrad anreisen, weil schon die Sternfahrt für entsprechendes Publikum sorgen dürfte. Wer den öffentlichen Nahverkehr nutzen will, kann gegenüber den üblichen Tarifen sparen. Einzel-, Sammel- und Kindereinzelfahrscheine gelten am Sonntag innerhalb der vom Fahrgast gewählten Tarifzone als Tagestickets, können also zu An- und Abreise sowie zu Fahrten innerhalb der Veranstaltungszone genutzt werden.

Für alle Fragen im Zusammenhang mit den Sperrungen, den Durchlässen und auch zu den Regeln für die Parkplätze richtet die Stadt ein Informationstelefon ein. Es ist am Freitag, Sonnabend und Sonntag jeweils in der Zeit von 10 bis 18 Uhr geschaltet und unter der Rufnummer (05 11) 16 84 26 06 erreichbar.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Hanova zieht in Bürogebäude am Klagesmarkt

Jahrelang wurde um die Bebauung der historischen Marktfläche gestritten 
– jetzt ist das erste Gebäude nutzbar. Am Montag ziehen die Mitarbeiter der Wohnungsgesellschaft Hanova ein.