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Aus der Stadt Autoverleiher verlangt 2888 Euro für Mietwagen
Hannover Aus der Stadt Autoverleiher verlangt 2888 Euro für Mietwagen
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00:16 17.08.2016
Von Michael Zgoll
Ein Urteil in diesem Prozess wird das Amtsgericht erst am 24. August verkünden. Quelle: Symbolbild
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Hannover

Die Haftpflichtversicherung des Unfallgegners weigerte sich, die Mietwagenkosten für die 25 Reparaturtage zu übernehmen, überwies lediglich 400 Euro. Daraufhin verklagte der weltweit tätige Autoverleiher die Pflegedienst-Inhaberin, forderte die restlichen 2488 Euro ein. Ein Urteil in diesem Prozess wird das Amtsgericht erst am 24. August verkünden, doch Zivilrichter Reinhard Wiehe gab den Parteien in der jüngsten Verhandlung schon klare Hinweise, wohin die Reise geht: Der Mietwagenkonzern wird auf die Hälfte seiner Ansprüche verzichten müssen.

Hunderte derartiger Streitigkeiten zwischen Mietwagenfirmen und Versicherungen haben das hannoversche Amtsgericht in den vergangenen Jahren beschäftigt, sagt Wiehe. Hinzu kommen diverse Berufungsverfahren bei Landgericht und Oberlandesgericht (OLG) Celle. Argumentativen Beistand haben sich die beiden Lager bei prominenten Unternehmen geholt. Die Autovermieter versuchen ihre oft exorbitant hohen Forderungen mit Kalkulationen der Fahrzeugbewertungsfirma Schwacke zu untermauern, die widerspenstigen Versicherer berufen sich auf eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft. Ergebnis: Ein fairer Mietwagenpreis liege etwa bei der Hälfte der Tarife, die Schwacke ansetzt. Bei OLG und den hannoverschen Gerichten, so Wiehe, habe sich mit der Zeit eine Kompromisslinie durchgesetzt; die weitaus meisten Richter legen die gerechtfertigten Mietwagenkosten nun mittig zwischen Schwacke- und Fraunhofer-Tabelle fest.

Der Unfallwagen des Pflegedienstes aus der Oststadt, ein Fiat 600, sollte ursprünglich nur drei Tage in der Werkstatt bleiben. Der Mietwagen für diesen Zeitraum, ein Kia Rio, hätte für diesen Zeitraum 500 Euro gekostet, inklusive Vollkasko-Versicherung, Abholservice und Winterreifen-Zuschlag. Weil sich jedoch die Lieferung einer Tür des demolierten Fiats verzögerte, verlängerten sich Werkstattaufenthalt und Leihwagen-Dauer auf 25 Tage. Die Endrechnung von 2888 Euro ergab somit einen Tagespreis von 115 Euro - erheblich zu viel, wie der Richter anmerkte.

Auch habe die Autovermietung ein zehn Jahre altes Urteil des Bundesgerichtshofs missachtet, so Wiehe. Dort heißt es: „Bietet der Autovermieter dem Unfallgeschädigten ein Fahrzeug zu einem Tarif an, der deutlich über dem Normaltarif auf dem örtlich relevanten Markt liegt, und besteht deshalb die Gefahr, dass die Haftpflichtversicherung nicht den vollen Tarif übernimmt, muss der Vermieter den Mieter darüber aufklären.“ So oder so sei der Nutzer eines Leihautos immer gut beraten, erklärte Wiehe, einen kritischen Blick auf den geforderten Preis zu werfen - und gegebenenfalls seine Unterschrift zu verweigern. Auch wenn ein Kunde in der Werkstatt eine Abtretungserklärung unterschrieben habe, sei er verpflichtet, den aufgrund eines Unfalls entstandenen Schaden so gering wie möglich zu halten - einschließlich der Folgekosten.

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