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Autowaschfirma muss für Schaden aufkommen

Urteil am Amtsgericht Hannover Autowaschfirma muss für Schaden aufkommen

Entscheidung am Amtsgericht Hannover: Ein Waschanlagenbetreiber in Döhren muss für einen Schaden an einem Mini-Cooper aufkommen. Der Wagen war während eines Waschvorgangs im November 2014 am Radkasten beschädigt worden.

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Corpus Delicti: Um eine abgerissene Radabdeckung hatte es Streit gegeben. (Repro)

Quelle: Zgoll

Hannover. Dass Autos Waschanlagen blitzsauber verlassen, dafür aber frische Schäden an Scheibenwischern, Antennen oder Spiegeln aufweisen, ist nicht ungewöhnlich. Häufig aber hat der Fahrzeugbesitzer ein Problem: Er muss beweisen, dass es kein Altschaden war, den er vom Waschstraßenbetreiber behoben haben möchte. In einem aktuellen Fall hat sich das Amtsgericht nun eindeutig auf die Seite eines Mini-Cooper-Fahrers geschlagen: Ein in Döhren angesiedeltes Unternehmen muss ihm Schadensersatz in Höhe von 1938 Euro leisten, außerdem die Gerichts- und Anwaltskosten tragen. Die hin- und herschwingenden Textilwedel der Anlage hatten eine Radlaufleiste des Wagens abgerissen.

Zu dem Schaden am hinteren Radkasten links war es im November 2014 gekommen. Der Mini-Besitzer stellte der Waschstraße an der Hildesheimer Straße später 1358 Euro Reparaturkosten plus Gutachtergebühren und Nutzungsausfall in Rechnung. Amtsrichterin Catharina Erps sah es nunmehr als erwiesen an, dass das metallicblaue Fahrzeug mit intakter Radabdeckung in die Waschstraße hineingerollt war. Der Kläger hatte den Wagen kurz zuvor von seinem Stiefsohn gekauft, dabei war das Auto in einer Werkstatt auf Herz und Nieren geprüft worden.

Die Richterin berücksichtigte in ihrem Urteil auch, dass der stellvertretende Niederlassungsleiter dem Mini-Fahrer unmittelbar nach dem Zwischenfall zugesagt hatte, den Schaden zu regulieren. Der Mitarbeiter konnte sich zwar nicht mehr hundertprozentig an das Gespräch erinnern, mochte vor Gericht aber auch nicht ausschließen, dem Stammkunden eine solche „Kulanzzusage“ gegeben zu haben.

Für den Döhrener Waschstraßenbetreiber ist die Angelegenheit nun doppelt ärgerlich. Denn bei einem ersten Gerichtstermin im Februar hatte Catharina Erps die Parteien zu einem Vergleich überreden können. Demnach hätte die Firma dem Kunden 800 Euro überweisen müssen, und die Sache wäre erledigt gewesen. Doch dann widerrief das Waschstraßenunternehmen den Vergleich – und muss nun mehr als das Doppelte zahlen.

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