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Aus der Stadt Axel von der Ohe soll Hannovers neuer Kämmerer werden
Hannover Aus der Stadt Axel von der Ohe soll Hannovers neuer Kämmerer werden
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00:15 24.03.2017
Von Andreas Schinkel
Axel von der Ohe soll Marc Hansmanns Nachfolger im Rathaus werden. Quelle: Thomas/Hannover.de/M
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Hannover

Viele Ratspolitiker hatten auf einen Bewerber von außerhalb getippt. „Axel von der Ohe verfügt über breite Erfahrungen in der Steuerung aller wichtigen Aufgaben einer großen Kommunalverwaltung einschließlich der übergeordneten Bereiche der Finanzverwaltung“, sagt Schostok.

Von der Ohe gibt als Motivation für seine Bewerbung an, Hannover als wachsende Stadt mitgestalten zu wollen. Ziel sei für ihn, „die eigene Wirtschaftlichkeit der Verwaltung zu erhöhen“. Zudem wolle er zusammen mit der Polizei das Sicherheitsgefühl der Bürger steigern – das Finanzdezernat ist auch für öffentliche Sicherheit und Ordnung zuständig.

Die Fraktionen im Rat wollen sich in den kommenden Tagen ein Bild von dem 39-Jährigen machen. „Ich finde ihn grundsätzlich geeignet“, sagt Grünen-Fraktionschefin Freya Markowis. Die SPD unterstützt erwartungsgemäß den Vorschlag Schostoks, die FDP bleibt zurückhaltend. „Das ist eine überraschende Entscheidung. Er muss eine Reihe von Fragen beantworten“, sagt FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke. Ähnlich sieht das die CDU und kritisiert, in die Personalentscheidung nicht eingebunden gewesen zu sein. Im Mai wird der Rat über von der Ohe abstimmen, voraussichtlich am 1. Juli könnte er seine Stelle als Finanz- und Ordnungsdezernent antreten.

Von der Ohe ist ein Hannover-Gewächs. Er lebt seit 20 Jahren in der Stadt, inzwischen mit Frau und zwei Kindern in Linden. Er hat an der Leibniz-Uni Politikwissenschaften studiert und promoviert. Aufgewachsen ist er in Gifhorn. Von der Ohe ist SPD-Mitglied, er gilt aber nicht als strammer Parteisoldat. Zunächst war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim SPD-Bundestagsabgeordneten Rolf Hempelmann beschäftigt, später wechselte von der Ohe in die Regionsverwaltung. Anfangs war er Referent im Umweltdezernat, 2010 stieg er zum Leiter der Zentralen Steuerung auf – und wurde zur rechten Hand von Regionspräsident Hauke Jagau (SPD). „Dort war er an vielen wichtigen Entscheidungen beteiligt – und ein ruhiger Pol neben Jagau“, heißt es in der Politik.

Der Regionspräsident sieht den Wechsel seines Mitarbeiters mit gemischten Gefühlen. „Von der Ohe ist ein exzellenter Verwaltungsmanager“, sagt Jagau. Die Nominierung als Kämmerer habe ihn nicht überrascht, aber jetzt verliere er einen äußerst fähigen Mitarbeiter. Von der Ohe hat sich intensiv mit Beteiligungsmanagement beschäftigt – das dürfte ihm auch in seinem neuen Job helfen. Wie sich kommunale Unternehmen im Wettbewerb behaupten können, wird in Verwaltungen zu einer immer größeren Aufgabe. „Von der Ohe hat an der Konsolidierung des Klinikums mitgearbeitet, das war eine seiner Baustellen“, sagt Jagau.

Kommentar von Andreas Schinkel

Die große Chance

Es stimmt: Axel von der Ohe war nicht die erste Wahl für den Kämmerer-Posten. Ein guter Kandidat sprang im letzten Moment ab, weil er die Aussicht hat, Oberbürgermeister in seiner Kommune zu werden. Dennoch kann sich die Nominierung des 39-jährigen von der Ohe als Glücksgriff erweisen. Er hat in der Regionsverwaltung bewiesen, dass er sich in brisante und hochkomplexe Themen einarbeiten kann, etwa in die finanzielle Sanierung des Klinikums. Und das neben einem starken Verwaltungsschef.

Oberbürgermeister Stefan Schostok gibt dem vielversprechenden Nachwuchstalent aus den eigenen Verwaltungreihen nun eine große Chance. Das ist oft nicht das Schlechteste, wie ein Seitenblick auf den Fußball zeigt. Womöglich entwickelt sich von der Ohe schnell zum neuen Leistungsträger – dem Rathaus wäre es zu wünschen.

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