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BGH bestätigt Urteil zum Maschseemord

Revision abgelehnt BGH bestätigt Urteil zum Maschseemord

Zu zwölf Jahren Haft hatte die 13. Große Strafkammer des Schwurgerichts Alexander K. verurteilt. Anklage und Verteidigung legten Revision gegen das Urteil ein. Der Bundesgerichtshof entschied dagegen: Es bleibt beim ursprünglichen Urteil.

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Alexander K. hatte nach Ansicht des Gerichts die Prostituierte Andrea B. erstochen, zerstückelt und in den Maschsee geworfen.

Quelle: Archiv

Hannover. Der Bundesgerichtshof hat das Urteil des Landgerichts Hannover gegen den Maschseemörder Alexander K. bestätigt. Das Gericht entschied am Donnerstag in Karlsruhe, die Revision des Angeklagten ebenso zu verwerfen wie die der Staatsanwaltschaft.

Damit ist das Urteil vom 23. Oktober 2013 rechtskräftig. Der damals 25-Jährige wird demnach nach einer Haft von zwölf Jahren in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Er hatte laut Urteil eine Prostituierte erstochen, zerstückelt und in den Maschsee von Hannover geworfen. Wegen einer Persönlichkeitsstörung, Alkohol- und Drogenmissbrauchs wurde der Mann als erheblich vermindert schuldfähig eingestuft. 

Der Fall der im Maschsee entdeckten zerstückelten Frauenleiche machte bundesweit Schlagzeilen.

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Mordlust war nach Überzeugung des Landgerichts Hannover der entscheidende Faktor, der Alexander K. am 27. Oktober 2012 zu dem Verbrechen in der Südstadt trieb. Dass sich seine Zufallsbekanntschaft, die 44-jährige Andrea B., in jener Nacht über sein rechtsradikales Gedankengut lustig machte, war nach den Worten von Rosenbusch nur der „Türöffner“ für K., seinem in langen Jahren aufgestauten Tötungswunsch freien Lauf zu lassen. „Er wollte zusehen, wie ein Mensch stirbt, er wollte seine Omnipotenzfantasien ausleben“, sagte der Richter in der Urteilsbegründung. Die drogensüchtige Gelegenheitsprostituierte starb durch Machetenstiche in Hals und Brust.

Die Leichenteile packte er in Mülltüten; die meisten der sterblichen Überreste versenkte er gemeinsam mit seiner damaligen Freundin Camilla W. im Maschsee, den Unterleib warf er in die Ihme. Obwohl er das von Blutspritzern übersäte Zimmer schwarz-rot-gold strich, fanden die Ermittler dort später etliche DNA-Spuren des Opfers.

sag/r./dpa

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