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Aus der Stadt BGH bestätigt Urteile zu drei Hannover-Verbrechen
Hannover Aus der Stadt BGH bestätigt Urteile zu drei Hannover-Verbrechen
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00:16 03.02.2017
Von Michael Zgoll
Der Bundesgerichtshof hat drei Urteile spektakulärer Gerichtsfälle aus Hannover bestätigt. Quelle: Symbolbild
Hannover

Zweimal ging es um Tötungsdelikte und einmal um einen Überfall auf eine Flüchtlingsunterkunft: Der Bundesgerichtshof hat drei Urteile spektakulärer Fälle aus Hannover bestätigt. In allen drei Fällen hatten die Verteidiger Revision eingelegt. Um diese Urteile ging es:

Einbrecher erschossen

Das Schwurgericht verurteilte im Dezember 2015 einen Werkstattbesitzer aus Anderten wegen Totschlags in einem minderschweren Fall zu drei Jahren Haft. Der Sportschütze hatte ein halbes Jahr zuvor einen 18-jährigen Moldawier erschossen, der mit Freunden in seine Werkstatt einbrechen wollte.

Trinker erschlagen

Wegen vorsätzlichen Vollrauschs verurteilte das Schwurgericht zwei Männer aus der Trinker- und Obdachlosenszene im Mai 2016. Sie hatten acht Monate zuvor einen Zechkumpanen aus Litauen im sogenannten „Polen-Lager“ - einem Elendscamp in Bothfeld - totgeschlagen. Die Täter, damals 35 und 36 Jahre alt, wurden zu Haftstrafen von vier Jahren und drei Monaten sowie vier Jahren verurteilt.

Brand in Flüchtlingsunterkunft gelegt

Aus fremdenfeindlichen Motiven warfen zwei Männer und eine Frau im August 2015 einen Molotowcocktail ins Zimmer eines Hauses in Salzhemmendorf, in dem gewöhnlich ein elfjähriger Junge aus Simbabwe schlief. Weil er die Nacht bei der Mutter verbrachte, kam er körperlich unversehrt davon. Sieben Monate später verurteilte das Schwurgericht die Täter - 31, 25 und 24 Jahre alt - wegen versuchten Mordes und versuchter schwerer Brandstiftung zu Haftstrafen von acht, sieben und viereinhalb Jahren.

Nach mehreren Bränden in Gartenkolonien in den Stadtteilen Linden-Süd, Limmer, Davenstedt und Badenstedt ermittelt die Polizei nun in insgesamt sieben Fällen wegen vorsätzlicher Brandstiftung.

31.01.2017

Im Sommer 2014 ist die Grundschule am Welfenplatz wiedereröffnet worden, schon damals war klar, dass ein Neubau an dem Standort nötig sein würde. In nicht-öffentlicher Sitzung hat die Verwaltung jetzt den Schul- und Bildungsausschuss über den Stand des Bauvorhabens informiert.

Saskia Döhner

Der schreiende Dreijährige legte sich beim Einkaufen an der Kasse auf den Boden, weigerte sich aufzustehen und trat nach seiner Mutter. Daraufhin verlor die 36-Jährige die Nerven und schlug zu. Dafür wurde sie nun vor dem Amtsgericht verurteilt.

Michael Zgoll 31.01.2017