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BGH lehnt Klage auf drittes Geschlecht ab

Begriffe „inter“ oder „divers“ BGH lehnt Klage auf drittes Geschlecht ab

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat eine Entscheidung des Amtsgerichts Hannover bestätigt: Ein Intersexueller kann nicht verlangen, in das Geburtenregister Begriffe wie „inter“ oder „divers“ eintragen zu lassen. Geklagt hatte ein Zwitter aus Gehrden, der formell eine Frau ist, aber mit Bart und kurzen Haaren aussieht wie ein Mann. 

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Quelle: dpa/Montage

Hannover. Das Personenstandsgesetz lasse einen solchen Eintrag nicht zu, höchstens – seit 2013 – ein Weglassen des Wortes „männlich“ oder „weiblich“. Damit habe der Gesetzgeber aber kein weiteres Geschlecht geschaffen, so der BGH. Geklagt hatte vor dem Amtsgericht ein Zwitter aus Gehrden, der laut Geburtsurkunde eine Frau ist, aber mit Bart und kurzen Haaren aussieht wie ein Mann. Der 27-Jährige hatte eine Chromosomenanalyse vorgelegt, die seine Zweigeschlechtlichkeit belegt. Doch Amtsgericht, OLG Celle und BGH meinen, dass Zwitter seit 2013 nicht mehr diskriminiert werden, weil sie das Geschlechtsmerkmal ja urkundlich löschen können. Neue Begriffe wie „inter“ könne nur die Politik auf den Weg bringen.

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miz

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