Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Bahlsen will sein Keks-Versprechen einlösen
Hannover Aus der Stadt Bahlsen will sein Keks-Versprechen einlösen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:23 08.02.2013
Von Tobias Morchner
Auch die vom Krümelmonster explizit geforderten Kekse mit Vollmilchschokolade bietet die Firma Bahlsen an. Quelle: Surrey
Hannover

Der Süßwarenhersteller Bahlsen steht zu seinem Wort: Vier Tage, nachdem das vergoldete Wahrzeichen des Unternehmens vor der Universität wieder aufgetaucht war, hat eine Firmensprecherin am Freitag den Start der versprochenen Spendenaktion angekündigt. Wie versprochen will das Unternehmen 52.000 Packungen Leibniz-Kekse an 52 gemeinnützige Einrichtungen verschenken. „Wer möchte, gern auch die mit Vollmilchschokolade“, ließ Konzernchef Werner M. Bahlsen mitteilen.

Damit nahm er Bezug auf die ursprüngliche Forderung der Täter. Diese hatten in ihrem ersten Bekennerschreiben, das in der Bahlsen-Zentrale und in der Redaktion der HAZ eingegangen war, Kekse für die Patienten des Kinderkrankenhauses auf der Bult gefordert – „aber die mit Vollmilch, nicht die mit schwarzer Schokolade“, wie es in dem Brief hieß.

Das "Krümelmonster" stahl im Januar 2013 den Keks vom Bahlsen-Stammhaus. Die ganze Affäre zum Nachlesen.

Einrichtungen, die eine Kekslieferung von 1000 Packungen des Unternehmens erhalten möchten, müssen sich bis zum 15. Februar im Internet bewerben. „Es müssen aber tatsächlich gemeinnützige Einrichtungen sein“, betont Unternehmenssprecherin Bianca Milz. Unter allen eingegangenen Bewerbungen werden die 52 Gewinner ausgelost.

Zu den Dieben des vergoldeten Firmensymbols im Krümelmonsterkostüm sind bei der Polizei auch weiterhin keine Hinweise eingegangen. Eine Spur hat sich nach Informationen der HAZ wieder zerschlagen. Die Personengruppe, die am Montag mit einer Leiter an der Sachsenross-Statue vor dem Hauptgebäude der Hochschule gesehen wurde, hat sich gemeldet. Es soll sich dabei um mehrere Studenten handeln, die den 30. Geburtstag eines ihrer Kommilitonen gefeiert haben. Sie haben inzwischen eine Aussage bei der Polizei gemacht.

Derweil haben sich Krümelmonsterkostüme zum großen Renner der Faschingstage entwickelt. Auch beim Zug der Lindener Narren am Sonnabend kommt dem blauen Keksliebhaber eine besondere Rolle zu.

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Mehr zum Thema

Der Coup der Keksdiebe im Krümelmonsterkostüm war ganz offenbar von langer Hand geplant. Drei Tage, nachdem der vergoldete Bahlsenkeks vor der Leibniz-Uni wieder aufgetaucht war, haben sich die Täter wieder per Brief bei der HAZ gemeldet.

Tobias Morchner 07.02.2013

Einen Tag nach der Rückgabe des vergoldeten Leibniz-Kekses der Firma Bahlsen hat die Polizei noch keine Spur zu den Dieben im Krümelmonsterkostüm. Die Beamten ermitteln in alle Richtungen.

Tobias Morchner 06.02.2013
Aus der Stadt "Wir wollen dich und zwar ab sofort!" - Keks-Klau: „Krümelmonster“ bekommt Jobangebot

Das „Krümelmonster“ ist in aller Munde. Ganz Deutschland hat den Keks-Krimi in Hannover verfolgt. Die Geschichte ist - trotz Erpressung - so gut gemacht, dass das „Krümelmonster“ jetzt sogar ein Jobangebot bekommen hat.

07.02.2013

Wegen eines technischen Defektes musste die Hauptstelle der Stadtbibliothek in der Hildesheimer Straße am Freitag früher schließen. Weil die Beleuchtung der Rettungsweg-Kennzeichnung ausgefallen war, durften sich aus Sicherheitsgründen nach Einbruch der Dunkelheit keine Personen mehr in der Bücherei aufhalten.

Juliane Kaune 08.02.2013

Die Müllgebühren im Umland könnten bei der Einführung der Restabfalltonne noch wesentlich kräftiger steigen als bisher angenommen. Um die Abfallgebühren zwischen der Landeshauptstadt Hannover und dem Umland anzugleichen, könnte das in einigen Fällen einen Anstieg im Vergleich zu den bisherigen Gebühren von 30 Prozent oder mehr bedeuten.

Mathias Klein 11.02.2013

Fünf Stunden hat der externe Hochschulrat am Donnerstag verhandelt – und entschieden, der vom Senat eingeleiteten Abwahl des Präsidiums nicht zuzustimmen. Der Senat, das von allen Hochschulgruppen gewählte Gremium, wirft dem Präsidium autoritären Führungsstil und mangelnde Transparenz bei Beschlüssen vor.

Juliane Kaune 08.02.2013