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Aus der Stadt Bahn und Region reden über neue Bahnsteige
Hannover Aus der Stadt Bahn und Region reden über neue Bahnsteige
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00:40 14.06.2018
Der Hauptbahnhof braucht dringend zusätzliche Bahngleise. Quelle: Michael Thomas
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Hannover

Bahn und Region und Land führen Gespräche über die Erweiterung des Hauptbahnhofs Hannover um zwei zusätzliche Gleise. Das geht aus einem Brief des Konzernbevollmächtigten der Bahn für Niedersachsen und Bremen, Ulrich Bischoping, an den Bundestagsabgeordneten Sven-Christian Kindler (Grüne) hervor. Darin schreibt Bischoping, dass er sich Mitte April mit dem Verkehrsdezernenten der Region, Ulf-Birger Franz und einem Referatsleiter des Landesverkehrsministerium getroffen habe, um diese Frage zu diskutieren.

In dem Gespräch hat Bischoping nach eigenen Angaben angeregt, „die grundsätzlich gewollte Erweiterung des Hauptbahnhofs um die Gleise 15 und 16 möglichst zeitnah zu realisieren“. Nur dann stünden während der geplanten Sanierung der einzelnen Bahnsteigbrücken im Hauptbahnhof genügend Gleise zur Verfügung.

Zurzeit werde zusammengestellt, welche Vorteile und Möglichkeiten ein neuer Bahnsteig bringe, schreibt er weiter. Zugleich werde überschläglich ermittelt, welche Voraussetzungen bei Weichen und Signalanlagen für zwei zusätzliche Gleise geschaffen werden müssten.

Bischoping warnt in dem Schreiben vor zuviel Optimismus. „Insofern kann man derzeit nicht von einem Projekt sondern erst von einer Idee Bahnhofserweiterung sprechen“, heißt es in dem Brief. Jetzt müsse sich die „politische Willensbildung“ verfestigen, dann könnten Gespräche über eine Finanzierung starten.

Derzeit warte man auf eine Antwort des Bundes in der Angelegenheit, sagte der Sprecher des Verkehrsministeriums in Hannover, Dominik Mayer. Das Ministerium habe sich bereits erfolgreich dafür eingesetzt, dass der Hauptbahnhof als wesentlicher Knotenpunkt in den Bundesverkehrswegeplan 2030 aufgenommen werde. Wenn es eine Antwort aus Berlin gebe, dann könnten das Land, die Region und die Bahn das weitere Vorgehen abstimmen, erläuterte der Sprecher. Regionsverkehrsdezernent Ulf-Birger Franz wollte sich zum derzeitigen Zeitpunkt gar nicht zu der Angelegenheit äußern.

Der Hauptbahnhof gilt mit rund 750 täglich verkehrenden Zügen als komplett ausgelastet. Ohne zwei weitere Gleise können keine zusätzlichen S-Bahnen oder Regionalzüge mehr eingesetzt werden.

Allerdings hapert es wegen der ungeklärten Finanzierung der Erweiterung bisher an konkreten Planungen. Grobe Kostenschätzungen belaufen sich auf 25 Millionen Euro zusätzlich zu den auf 160 Millionen Euro kalkulierten Kosten für die Sanierung der Bahnsteigbrücken. Weil sich Versuche, die Europäische Union an den Kosten zu beteiligen, offenbar zerschlagen haben, bleiben nur Bund, Land, Region und Bahn als Geldgeber.

Von Mathias Klein

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