Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 4 ° Sprühregen

Navigation:
Todesschütze Bassam A. wird aus U-Haft entlassen

Einbrecher erschossen Todesschütze Bassam A. wird aus U-Haft entlassen

Werkstattbesitzer Bassam A., der in Anderten einen Einbrecher aus Notwehr erschossen haben soll, wird aus der Untersuchungshaft entlassen. Das Oberlandesgericht Celle geht davon aus, dass keine Fluchtgefahr besteht. Dafür muss der 40-Jährige allerdings eine Kaution von 30.000 Euro hinterlegen.

Voriger Artikel
Feuerwehr-Einsatz am Pavillon
Nächster Artikel
Blaualgen in Hannovers Badeseen aufgetaucht

Der 40-jährige Bassam A. muss eine Kaution von 30 000 Euro hinterlegen und sich zwei Mal pro Woche bei der Polizei melden. 

Quelle: Elsner / Archiv

Hannover. Zudem muss er sich zwei Mal pro Woche bei der Polizei melden. Die Beschwerde des Anwaltteams des Werkstattbesitzers vor dem Oberlandesgericht war erfolgreich. "Wir freuen uns riesig", sagte Matthias Waldraff, einer der Rechtsanwälte der HAZ. Bislang hatten die Richter stets argumentiert, im Fall Bassam A. bestehe Fluchtgefahr, weil der 40-Jährige Verwandte im Libanon habe. "Das OLG hat jetzt erklärt, der Rest an Fluchtgefahr sei mit der Zahlung der Kaution abgedeckt", sagt Waldraff.

Ein Einbruchsversuch hat einen 18-Jähriger in Hannover-Anderten mit dem Leben bezahlt. Der Hausbesitzer hatte den Täter mit seinen Komplizen erwischt und auf sie geschossen. Der 18-Jährige wurde getroffen und erlag später seinen Verletzungen.

Zur Bildergalerie

Chronologie: Tödliche Schüsse gegen Einbrecher

Schon mehrmals haben mutmaßliche Einbrecher und Räuber ihre Taten mit dem Leben bezahlt.

  • Juni 2015: Ein Werkstattbesitzer greift zur Waffe und schießt, als mehrere Männer auf sein Gelände in Hannover eindringen. Ein 18- Jähriger stirbt an seinen Verletzungen. Ein mutmaßlicher Einbrecher soll bewaffnet gewesen sein. Der Schütze beruft sich auf Notwehr, ein Gericht erlässt jedoch Haftbefehl wegen Verdachts auf Totschlag.
  • Dezember 2014: Bei einem Überfall auf ein Juweliergeschäft in Moers (Nordrhein-Westfalen) erschießt der Geschäftsinhaber einen von zwei mutmaßlichen Tätern. Der andere Verdächtige flieht ohne Beute. Später fahndet die Polizei nach einem dritten Verdächtigen.
  • Dezember 2010: Mehrere Männer überfallen einen Rentner in seinem Haus in Sittensen (Niedersachsen). Das Opfer schießt auf die Flüchtenden, ein 16-Jähriger stirbt. 2014 verurteilt ein Gericht den Rentner zu einer Bewährungsstrafe wegen Totschlags in einem minder schweren Fall. Staatsanwaltschaft und Verteidigung legten Revision ein.
  • August 2008: Ein Hobby-Jäger erschießt in einer Gartenkolonie in Frankfurt am Main einen mutmaßlichen Einbrecher. Der Schütze wird 2011 wegen fahrlässiger Tötung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Der mutmaßliche Einbrecher war den Angaben zufolge aus einer Laube gesprungen und hatte dem Jäger ins Gesicht getreten. Aus dessen Revolver löste sich dabei der Schuss.

tm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Überfall in Hamburg
Foto: In Hamburg hat ein Hausbesitzer einen mutmaßlichen Einbrecher erschossen.

Der bei einem Überfall in Hamburg-Jenfeld getötete Einbrecher starb durch einen Schuss in den Brustbereich. Das habe die Obduktion ergeben, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. Der 25-Jährige soll in der Nacht zum Mittwoch zusammen mit einem Komplizen einen Hausbesitzer überfallen haben.

mehr
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

So schön sind die Adventskalender der Leser

Der 1. Dezember ist da – Zeit das erste Türchen im Adventskalender zu öffnen. Doch warum einen normalen Kalender kaufen, wenn man ihn auch individuell befüllen oder sogar gestalten kann? Viele HAZ-Leser jedenfalls waren in diesem Jahr sehr kreativ, wie diese eingeschickten Bilder beweisen.