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So imposant wird das Amazonien-Panorama im Zoo

Bau beginnt So imposant wird das Amazonien-Panorama im Zoo

Hannover erhält als erste Stadt in Norddeutschland ein sogenanntes 360-Grad-Panorama von Yadegar Asisi. Der Zoo und der Künstler stellten das Projekt mit monumentalen Bildern, das zwei Jahre geplant wurde und im Oktober 2017 eröffnen soll, am Mittwoch vor.

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Hier soll das Asisi-Panorama am Ende zu sehen sein. 

Quelle: Zoo/Asisi

Hannover. „Ich bin vom Konzept des Erlebnis-Zoos überzeugt. Das Panorama passt hervorragend dazu. Wenn es so wird, wie ich es mir vorstelle, wird es faszinierend“, sagte Asisi. Die Motive in der Rotunde sollen wechseln; als erstes kommt der Dschungel an die Reihe. „Amazonien – Faszination tropischer Regenwald“, lautet das Motto.

Das Panorama wird in einem 32 Meter hohen Zylinder mit blattgrüner Fassade installiert, der auf dem Gelände der bisherigen Greifvogelvoliere entsteht. Die Baukosten belaufen sich auf fünf Millionen Euro. Laut Zoo-Geschäftsführer Andreas Casdorff beteiligen sich private Geldgeber an der Summe. Mindestens fünf Jahre soll der Zylinder stehen bleiben – ob noch länger, hängt vom Besucheraufkommen ab. „Teile der Anlage werden wir nach einem Rückbau nachnutzen, wahrscheinlich für Bildungsangebote“, erklärt Casdorff.

Ein Gefühl, als wäre der Besucher mittendrin

Die Anlage heißt ausdrücklich Panorama am Zoo, nicht im Zoo. Das hat auch mit der Preisgestaltung zu tun. Der Eintritt in den Asisi-Bau kostet extra, als Größenordnung werden zehn bis elf Euro für Erwachsene genannt. Laut Casdorff will man auch Kombikarten anbieten – wer Zoo und Panorama besucht, zahlt für die neue Attraktion weniger.

Asisi hat sich von den Panoramen inspirieren lassen, die gegen Ende des 19.  Jahrhunderts aufgebaut wurden und als eine Art Vorläufer des Kinos gelten. Die Motive auf den Wänden lässt er malen, auch bearbeitete Fotos finden Verwendung. Dazu kommen Licht- und Toneffekte. Die Besucher können das Monumentalwerk von drei Ebenen in unterschiedlicher Höhe aus betrachten und werden, so verspricht der Künstler, den Eindruck haben, sie befinden sich mitten in einer lebensechten Szenerie. „Die Panoramen ermöglichen beeindruckende und berührende Einblicke in weitere bedrohte Naturräume, die wir hier im Zoo noch nicht zeigen können“, schwärmt Casdorff.

Der 61-jährige Assisi wurde in Wien als Sohn persischer Emigranten geboren und hat sein Atelier heute in Berlin-Kreuzberg. Sein erstes 360-Grad-Panorama entstand 2004 in Leipzig und hatte als Thema den Mount Everest.

Mittlerweile wird dort das Great Barrier Reef gezeigt, ein Motiv, das später einmal auch für Hannover infrage kommt. Weitere deutsche Standorte sind Berlin, Dresden, Pforzheim und demnächst Wittenberge mit dem naheliegenden Thema Luther. Die Besucherzahlen können sich sehen lassen: Das Pergamon-Panorama in Berlin wollten 800 000 Menschen pro Jahr sehen, das gemalte Riff in Leipzig lockte im ersten Jahr 350 000 an.

Zweiter Versuch mit dem Thema Regenwald

Das Panorama ist nicht die erste Attraktion in Hannover, die den Regenwald zum Thema macht. Zur Expo 2000 wurde im Berggarten das Regenwaldhaus eröffnet, ein ufoähnliches Glasgebäude mit echten Pflanzen und Tieren im Inneren. Das Arrangement erwies sich als Besuchermagnet – allerdings nur im ersten Jahr nach der Eröffnung. Danach brachen die Zahlen spürbar ein, bis 2005 schließlich eine Pleite nicht mehr abzuwenden war. Heute befindet sich das Sea-Life-Aquarium in dem Gebäude.

Einen ähnlichen Effekt wie beim Regenwaldhaus hat der Zoo bedacht und zwei Gegenmaßnahmen im Konzept: Erstens können die Motive wechseln, damit will man Abnutzungseffekten vorbeugen. Zweitens ist ein Rückbau einfach und preiswert zu bewerkstelligen.

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Der Zoo braucht schon aus wirtschaftlichen Gründen von Zeit zu Zeit neue Attraktionen. Das geplante 360-Grad-Panorama ist so eine. Die Hannoveraner dürfen sich darauf freuen, meint Bernd Haase.

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