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Containerbau auf dem Waterlooplatz verzögert sich

Bautechnische Schwierigkeiten Containerbau auf dem Waterlooplatz verzögert sich

Der Bau der Containersiedlung auf dem Waterlooplatz wird mindestens sechs Wochen länger dauern als geplant. Die bautechnischen Schwierigkeiten werfen die Frage auf, ob die Stadt an dieser Stelle nicht auf eine Flüchtlingsunterkunft verzichten kann.

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Arbeiten am Waterlooplatz im Februar.

Quelle: Kutter (Archiv)

Hannover. Die Containersiedlung für Flüchtlinge auf dem Waterlooplatz wird deutlich später fertiggestellt als geplant. Sechs Wochen beträgt die Verzögerung, teilt Stadtsprecher Alexis Demos auf Nachfrage der HAZ mit. Die Bauarbeiter haben mit Nässe auf dem Grundstück zu kämpfen. Um den Boden zu entwässern, seien zusätzliche Baumaßnahmen nötig, sagt Demos. Statt Mitte Mai wird das Containerdorf auf dem Waterlooplatz jetzt erst Ende Juni fertig.

Der Waterlooplatz als Standort für eine Unterkunft war im Rat umstritten. Nun rollen die Bagger über das Areal und bereiten den Standort für die Wohncontainer vor.

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Die bautechnischen Schwierigkeiten werfen die Frage auf, ob die Stadt an dieser Stelle nicht auf eine Flüchtlingsunterkunft verzichten kann. Der Standort auf dem zentralen, verkehrsumtosten Platz war in der Ratspolitik durchaus umstritten. Auch bekommt Hannover jetzt deutlich weniger Asylsuchende vom Land zugewiesen als noch im Herbst 2015. Damals musste die Stadt bis zu 300 Flüchtlinge pro Woche unterbringen, jetzt bewegt sich die wöchentliche Zuweisung im zweistelligen Bereich. Das liegt daran, dass in den niedersächsischen Erstaufnahmelagern weniger Menschen ankommen.
Dennoch weicht die Stadt nicht von ihren Bauplänen für weitere Unterkünfte ab. „Wir kalkulieren ein, Überkapazitäten zu schaffen“, sagt Stadtsprecher Demos. Auch die Wohnmodule auf dem Waterlooplatz seien fester Bestandteil der Planung. Zudem hält man daran fest, Leichtbauhallen an fünf Standorten in Hannover zu errichten, um Platz für 2000 Menschen zu schaffen. Noch in diesem Jahr sollen die Hallen in Betrieb gehen.

Überkapazitäten für Flüchtlinge baut die Stadt aus mehreren Gründen auf. „Wir müssen noch immer die geltende Zuteilungsquote des Landes berücksichtigen“, sagt Demos. Die besagt, dass Hannover bis Ende Juli Unterkünfte für 5700 Flüchtlinge schaffen muss. Möglicherweise verlängert das Land den Zeitraum, für den die Quote gilt, ein weiteres Mal. Eigentlich sollte die Stadt schon bis Ende März genügend Wohnheime, Container und Notunterkünfte in dieser Größenordnung bereithalten.

Noch aus einem anderen Grund schafft die Stadt mehr Platz für Asylsuchende, als derzeit nötig scheint. „Alle Sporthallen, die noch mit Flüchtlingen belegt sind, sollen bis Ende des Schuljahrs frei werden“, sagt Demos. In den Sommerferien lässt die Stadt die Hallen herrichten, sodass sie zu Beginn des neuen Schuljahrs wieder für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung stehen. Zudem will die Stadt verhindern, dass Flüchtlinge allzu lange in Notunterkünften leben müssen, etwa im ehemaligen Baumarkt in Badenstedt und im Deutschen Pavillon auf dem Messegelände. In Wohncontainern, wie sie auf dem Waterlooplatz entstehen, ist die Unterbringung deutlich komfortabler als in den großen Hallen mit ihren Zeltlagern. Zur Zeit beträgt die Verweildauer in den Notquartieren mehrere Wochen.

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