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Bauarbeiten am Marstall eingestellt

Alte Stadtmauerteile entdeckt Bauarbeiten am Marstall eingestellt

Die großen Bagger auf der Baustelle am westlichen Marstall, wo die Firma Hochtief gerade ein fünfstöckiges Wohn- und Geschäftshaus mit Tiefgarage baut, stehen erst einmal still. Archäologen haben hier alte Mauerreste freigelegt, die aus der frühen Neuzeit stammen könnten.

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Die Mauerteile am Marstall sollen aus dem Mittelalter stammen.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Die Mauerreste stammen womöglich aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit. Überraschend kommt das nicht. Bereits beim Baubeginn auf dem rund 1400 Quadratmeter umfassenden Gelände waren Archäologen und Denkmalschützer anwesend, um Ausschau nach historischen Relikten im Erdreich zu halten.

Die Ausgrabungen auf der früher vor allem als Parkplatz genutzten Fläche haben bereits im Dezember begonnen. „Wir haben dort schöne Funde gemacht“, sagt Friedrich-Wilhelm Wulf, der die Arbeiten betreut. Viel mehr möchte der Landesdenkmalpfleger jetzt noch nicht verraten. Nur so viel: Es soll sich um Reste des historischen Marstalls, Teile der Stallungen und der mittelalterlichen Stadtmauer handeln.

Die Baufirma Hochtief sieht die Entdeckungen auf der Baustelle noch gelassen. „Wir haben schon fast damit gerechnet und Verzögerungen im Zeitplan von vornherein eingeplant“, sagt Unternehmenssprecherin Antje Meeuw. Schließlich waren in der Umgebung bei Bauarbeiten unter dem Schulhof neben dem Historischen Museum und auf der Leineinsel bereits Relikte aus Hannovers Vergangenheit gefunden worden. Der Marstall ist die dritte Ausgrabungsstätte in der Altstadt.

Ob die Funde den aktuellen Hochtief-Bauplan mehr als geplant beeinträchtigen, ist noch nicht sicher. Die Fertigstellung des Neubaus ist für 2017 geplant.

Und zurzeit müssen auch die Archäologen eine Zwangspause einlegen: Wegen des Wintereinbruchs wird es mit den Ausgrabungen wohl erst in der kommenden Woche weitergehen können. Dann sollen auch Details zu den Funden der Öffentlichkeit bekannt gegeben werden.

von Isabell Rollenhagen

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