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Bauarbeiten in Galerie Luise gehen nicht voran

Gastronomie Bauarbeiten in Galerie Luise gehen nicht voran

In der Galerie Luise verzögert sich der Umbau für eine Gastronomie seit Monaten. Die anderen Händler in der Einkaufspassage sorgen sich deshalb um den Ruf der Galerie Luise.

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„Das ist erschreckend“: Seit Langem kündigen Plakate eine neue italienische Gastronomie an, passiert ist bisher nichts.

Quelle: Jan Philipp Eberstein

Hannover. Unübersehbar bedecken Plakatflächen voller italienischer Vokabeln einen großen Teil der Schaufenster in der Galerie Luise. Sie verkünden den baldigen Umbau der leer stehenden Läden rund um die Rotunde und im Trakt zur Joachimstraße. Allerdings wurde die Werbung schon Ende Juli angebracht, und sichtbar passiert ist seitdem - nichts. „Das ist erschreckend und schadet den Umsätzen. Die Händler machen sich große Sorgen, dass hier dauerhaft Stillstand eintritt“, sagt einer der Ladeninhaber, der ungenannt bleiben möchte. Es werde schon spekuliert, ob der Betreiber der italienischen Gastronomie, die nach dem geplanten Umbau großflächig in die Galerie einziehen sollte, abgesprungen sei.

Derartige Gerüchte dementiert der Münchner Investor Accom mit Nachdruck - macht aber noch immer ein Geheimnis daraus, welches Unternehmen die Gastronomie in der Edelpassage wiederbeleben soll, nachdem dem asiatischen Restaurant Ocean City gekündigt worden war. Nach HAZ-Informationen handelt es sich bei dem potenziellen Nachfolger um die Firma Piazza Italiana, die in Isernhagen eine Kombination aus Restaurant, Weinhandel und Feinkostverkauf betreibt. Für die Galerie Luise hatte Accom im Sommer ein vergleichbares Konzept angekündigt, allerdings ohne Namen zu nennen. Demnach sollen rund 2000 der 5000 Quadratmeter Handels- und Gastroflächen zu einer Art italienischem Marktplatz umgebaut werden - mit Lokalen, Cafés und Lebensmittelverkauf.

„Daran hat sich nichts geändert“, versichert Accom-Sprecher Hubert Becker. Allerdings sei das Projekt „komplexer als ursprünglich angenommen“. Man befinde sich noch in der Abstimmung mit den Baubehörden und anderen städtischen Ämtern. Bis dato hätten nur vorbereitende Arbeiten für den Umbau erledigt werden können. Verzögert hatte sich der Baustart ohnedies. Im Januar hatte Galerie-Sprecherin Britta Cords die Eröffnung der neuen Gastronomie für Ende dieses Jahres angekündigt. Dann sollte es im Frühjahr 2017 so weit sein. Dieser Termin sei nicht zu halten, sagt Accom-Sprecher Becker. Ein neues Datum nannte er nicht.

Die neue Gastronomie ist nicht fertig, ein anderer Händler an der Rotunde musste aber schon ausziehen.

Quelle: Jan Philipp Eberstein

Geschäftsleute in der Galerie zeigen sich skeptisch. „Ich verstehe nicht, warum wir keine Informationen bekommen“, sagt ein langjähriger Mieter. „Die halbe Galerie steht seit Monaten leer, das schadet doch dem guten Ruf der Passage.“ Vor allem im Hinblick auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft wachse unter den Händlern die Sorge um die Umsätze. Einige, so heißt es, hätten ihren Werbekostenbeitrag, den sie an das Center-Management der Galerie zahlen, bereits eingefroren.

Auch die Ladeninhaber in den Langeschen Höfen seien von dem Stillstand betroffen, betont Heinrich Bockhorst. „Sie fühlen sich abgehängt“, sagt der Inneneinrichter, der selbst für eine Übergangszeit in ein kleines Ladenlokal in der angrenzenden Passage gezogen ist, die von der Galerie Luise zur Theaterstraße führt. Bockhorst ist auf besondere Weise von dem geplanten Umbau betroffen: Er musste seine großzügigen Geschäftsräume in der Rotunde Anfang Juli verlassen, weil der Mietvertrag ausgelaufen war und die Flächen für die künftige Gastronomie benötigt werden. „Nun sind die leeren Läden noch immer unberührt“, sagt er. Friseur Tondemus, der einen langfristigen Vertrag hat, hält in der Rotunde weiter die Stellung.

Die Gewerbetreibenden mussten schon häufiger Geduld beweisen. Die Edelpassage hatte immer wieder mit Leerständen und Wechseln der Eigentümer zu kämpfen, bevor Accom die Galerie vor zweieinhalb Jahren erwarb. Nicht jeder Händler lässt sich durch die neuerlichen Verzögerungen verunsichern. „Wir sind guter Hoffnung, dass es so schnell wie möglich weitergeht“, sagt Inna Heinrich, Geschäftsführerin des Fachgeschäfts Lothar John Tischkultur. Dass der Investor Aufzüge, Treppenhaus und Toiletten der Galerie bereits saniert hat, sei ein gutes Signal. Im Sommer hatte Accom angekündigt, mit dem künftigen Betreiber einen „hohen einstelligen Millionenbetrag“ in die italienische Piazza zu investieren.

Die einzige Gastronomie, die zurzeit noch in der Galerie verblieben ist, ist das italienische Feinkost-Café Ecco am Ausgang zur Joachimstraße. Die angrenzenden Ladenflächen stehen seit Monaten leer und locken daher kaum mehr Kunden in diesen Bereich der Passage. „Darum bin ich froh, dass ich mich auf meine Stammgäste verlassen kann und noch Laufkundschaft aus der Joachimstraße habe“, sagt Betreiber Ugur Akinzi. Gemäß der Planungen soll die künftige Italien-Piazza sich direkt an seinen Laden anschließen. Eine Konkurrenz fürchtet er trotzdem nicht: „Bei uns geht alles persönlicher zu.“

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