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Die letzte City-Tankstelle ist gerettet

Innenstadt Die letzte City-Tankstelle ist gerettet

Der Köbelinger Markt wird zum Wohnquartier umgebaut – es soll ein Vorzeigeprojekt werden. Auch die letzte City-Tankstelle scheint gerettet.

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Keine Gefahr mehr für die Tankstelle? Der Köbelinger Markt soll umgebaut werden.

Quelle: Michael Thomas

Hannover. Erst wurde der Klagesmarkt umgebaut, dann der Marstall, jetzt ist der Köbelinger Markt an der Reihe. Mitte 2019 soll das Ordnungsamt aus dem maroden Bürokomplex ausziehen, dann soll dort möglichst bald ein Wohnquartier entstehen. „Diese Neugestaltung wird vorbildhaft für die Stadt“, schwärmte FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke am Mittwoch im Bauausschuss: „Neuer Wohnraum entsteht, trotzdem werden Freiräume geschaffen und der Platz bleibt erhalten.“ 

Die Pläne basieren auf einem preisgekrönten Entwurf des Darmstädter Büros Trojan aus dem Innenstadtwettbewerb City 2020. Sie sehen vor, anstelle des Bürokomplexes drei Wohnhäuser und ein viertes auf der Einmündung der Leinstraße in die Marktstraße zu bauen. Weil die großen Tankwagen bei einer Einbahnstraßenregelung Schwierigkeiten hätten, die Agip-Tankstelle zu beliefern, hatte es viel Protest und Unterschriftlisten gegeben – der Pächter sah die Existenz der letzten Innenstadttankstelle bedroht. Baudezernent Uwe Bodemann stellte am Mittwoch klar, dass man sich geeinigt habe, die Zu- und Abfahrt zur Tankstelle bleibe auch für große Fahrzeuge garantiert. 

CDU-Ratsherr Felix Blaschzyk kritisierte, dass im Entwurf für das Bauprojekt die Frage möglicher Lärmbelästigungen nicht wirklich geklärt seien. Sowohl von Gosch an der Markthalle dringe zuweilen noch nachts Lärm ins neue Wohngebiet wie auch von der Beach-Bar auf dem Dach des Parkhauses Röselerstraße. Die CDU habe Bedenken, dass langfristig Gewerbebetriebe wegen Beschwerden der neuen Anwohner weichen müssten. Auch sprach sie sich gegen das Wohnhaus auf der bisherigen Straßenfläche aus und forderte, dass möglichst viele Parkplätze erhalten werden. Ein Änderungsantrag der CDU aber wurde abgelehnt. Jetzt sind die Bürger gefragt: Die Pläne sollen in Kürze ausgelegt werden. 

Von Conrad von Meding

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