Hannover. Am Freitag nutzte ihr wirtschaftspolitischer Sprecher Jens-Michael Emmelmann den Jahrestag, um im zuständigen Ausschuss des Rates Wirtschaftsdezernent Hans-Mönninghoff zu pricken. Er überreichte ihm einen Gerüstnagel.
Auf dem Gerüst wird nicht gearbeitet. Es soll vielmehr verhindern, dass Fassadenplatten herunterfallen, deren Aufhängung verrostet ist. „Anstatt notwendige Sanierungen durchzuführen, verhüllt man das Ganze“, sagt Emmelmann. Mit der Gerüstmiete – bisher sind mehr als 90.000 Euro aufgelaufen – werde Geld verschwendet. Die Stadt hingegen argumentiert, dass ein Ankauf des Gerüstes unter dem Strich teurer käme.
Geld für eine Sanierung des Volkshochschulgebäudes will man im Rathaus auch nicht ausgeben. Hintergrund ist, dass die Bildungseinrichtung im Jahr 2014 in die ehemaligen Gehörlosenschule am Hohen Ufer in der Altstadt umziehen soll. Mönninghoff erklärte am Freitag, der Architektenwettbewerb für den notwendigen Umbau sei abgeschlossen; Ergebnisse würden im Januar präsentiert. Das derzeitige VHS-Domizil am Theodor-Lessing-Platz wolle man nach dem Umzug schnellstmöglich verkaufen – es gebe bereits Anfragen von Interessenten.
HAZ.de Anmeldung