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Aus der Stadt Trinkerecken am Raschplatz sollen verschwinden
Hannover Aus der Stadt Trinkerecken am Raschplatz sollen verschwinden
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00:17 17.12.2016
Von Andreas Schinkel
Dunkle Ecken unterhalb der Bahnhofstreppe soll es künftig nicht mehr geben auf dem Raschplatz. Quelle: Philipp Von Ditfurth
Hannover

„Die Lage hat sich entspannt“, sagte Finanz- und Ordnungsdezernent Marc Hansmann (SPD) Mittwoch im zuständigen Ausschuss. Man schaue jetzt bewusster hin. „Es darf keine Zone in Hannover geben, durch die wir nur zögerlich gehen würden“, sagt Hansmann.

Im Sommer hatte es etliche Beschwerden von Geschäftsleuten, Passanten und Ratspolitikern über die Zustände auf dem Raschplatz gegeben. Trinkergruppen versammelten sich auf der Freitreppe zum Hauptbahnhof und im Passarellen-Bereich, zechten und gerieten nicht selten in handgreifliche Streitereien. Dunkle Ecken wurden als Toilette benutzt.

Der Raschplatz in Hannovers Innenstadt ist als Treffpunkt für Alkoholkonsum bekannt. Das hinterlässt dort seine Spuren. Ein Besuch.

Jetzt zählt die Stadt deutlich weniger Trinker auf dem Platz. Statt 40 bis 50, sind es jetzt zehn bis 20, häufig weniger. Das dürfte nicht nur auf die verstärkten Kontrollen durch die Sicherheitsfirma Protec und die Ordnungshüter der Stadt zurückzuführen sein, sondern auch auf die kalte Witterung.

Mindestens dreimal täglich zu wechselnden Zeiten schauen die Mitarbeiter der Stadt auf dem Platz nach dem Rechten. Zusätzlich patrouillieren sie mit den Protec-Kräften zweimal in der Woche durch das Gebiet. Die Kontrollgänge dauern nach Angaben der Stadt bis zu zwei Stunden, weil die stark alkoholisierten Menschen zum Teil kaum ansprechbar sind. Zudem hat die HRG, Eigentümerin des Platzes, ihre Reinigungsintervalle erhöht. Das zusätzliche Putzen führt insgesamt zu jährlichen Kosten in Höhe von fast 85.000 Euro. Auch die Beleuchtung wurde verstärkt.

„Ordnungsmaßnahmen können keine Sozialpolitik ersetzen“, sagt Hansmann. Man stehe vor einer neuen Situation, etwa durch Zuwanderer aus Südosteuropa. „Wir müssen schneller reagieren, wenn es soziale Verschiebungen auf dem Platz gibt“, sagt Hansmann. Deshalb habe man ein Frühwarnsystem etabliert. Sobald Polizei, Sozialarbeiter und Protec Veränderungen in der Szene erkennen, reagiere die Stadt.

Auch baulich soll sich einiges tun auf dem Raschplatz. Die Flächen unterhalb der Bahnhofstreppe will die HRG in den kommenden zwei Jahren umgestalten. Dadurch sollen dunkle Ecken verschwinden und Platz für weitere Geschäfte in der Passarelle entstehen.

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