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Ein Ende des Stau-Chaos ist nicht in Sicht

Eulenkamp Ein Ende des Stau-Chaos ist nicht in Sicht

Kommunikationsprobleme zwischen dem Schifffahrtsamt Braunschweig und der Stadt Hannover haben offenbar dazu geführt, dass der Verkehr zwischen Podbielskistraße und Sahlkamp noch länger als geplant lahmgelegt wird.

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Zu eng zum Arbeiten: Baustelle am Eulenkamp. 

Quelle: Jan Philipp Eberstein

Hannover. Dort stehen seit Wochen Autofahrer zwischen Podbielskistraße und Sahlkamp im Stau - obwohl auf der Baustelle derzeit nicht gearbeitet wird. Nachdem die Berufsgenossenschaft Bau dort Mängel bei der Absicherung der Baustelle festgestellt hatte, zog sie die Bauarbeiter bis auf Weiteres ab. Grund: Der Abstand der vorüberfahrenden Autos zu den Arbeitern war zu gering. Das Schifffahrtsamt gibt an, es habe von Anfang an eine Vollsperrung an der Brücke einrichten wollen. „Einen solchen Antrag haben wir bisher aber nicht bekommen“, sagt Stadtsprecher Alexis Demos. Nun arbeitet dort vorerst niemand.

Kurze Grünphasen führen zu Stau

Schon jetzt ist die Verkehrslage auf der Verbindungsstraße zwischen Groß-Buchholz und Bothfeld angespannt. Denn der Eulenkamp, wo an der Brücke über den Mittellandkanal gebaut wird, ist in diesem Bereich nur einspurig befahrbar. Die Grünphasen der Ampelanlage, die den Verkehr regelt, sind während des Berufsverkehrs so kurz, dass sich die Autos bis zur Podbi beziehungsweise dem Sahlkamp zurückstauen. Doch statt die Arbeiten dort schnell abzuschließen, muss das Bauunternehmen darauf warten, dass die Bau-Berufsgenossenschaft die Baustelle wieder freigibt. „Wir stehen mit der Stadt in Kontakt, damit es möglichst schnell weitergehen kann“, sagt Hartmut Dost vom Wasser- und Schifffahrtsamt Braunschweig, das die Brücke sanieren lässt. Doch selbst dann wird sich die Verkehrssituation dort zunächst nicht entspannen. „Wir haben jetzt bei der Stadt eine Vollsperrung für die restlichen Bauarbeiten beantragt“, sagt Dost.

Fortführung der Sanierungsarbeiten untersagt

An dem Bauwerk über den Mittellandkanal soll die Fahrbahn an den Übergängen vom Ufer auf die Brücke erneuert werden. Dafür hatte das Schifffahrtsamt die nötigen Anträge bei der Straßenverkehrsbehörde der Stadt gestellt. Eine Anfrage für eine Vollsperrung ist in diesem Rahmen aber nach Informationen der Stadt nie eingegangen. Stattdessen habe das Amt „auf Basis der Informationen, die im Antrag enthalten waren, angeordnet, die Fahrbahn halbseitig zu sperren und den Verkehr mithilfe einer Behelfsampel an der Baustelle vorbeizuführen“, sagt Stadtsprecher Alexis Demos. So richtete das zuständige Bauunternehmen dann auch die Baustelle ein, ohne dass die Straßenverkehrsbehörde Mängel feststellte. Im Laufe der Bauarbeiten veränderten sich dann aber offenbar die Rahmenbedingungen. „Fakt ist, dass die Berufsgenossenschaft Bau die Fortführung der Sanierungsarbeiten untersagt hat“, erklärt Demos. Die Bauarbeiter wurden daraufhin abgezogen.

Ampel via Handschaltung bedient

Das Brisante daran: Die Ampel, die dort den Verkehr regelt, kann zu Stoßzeiten manuell von den Bauarbeitern bedient werden. „So können die Mitarbeiter des Unternehmens darauf reagieren, wenn auf einer Seite der Baustelle mehr Autos warten“, sagt Dost. Seit die Baugenossenschaft die Bauarbeiter abgezogen hat, staut sich der Verkehr besonders während des Berufsverkehrs. „Das kann nicht sein, weil die Handschaltung weiterhin angeordnet ist“, sagt Dost.

Um die Bauarbeiten möglichst schnell zu beenden, hat das Wasser- und Schifffahrtsamt die Vollsperrung beantragt, die Stadt prüft das derzeit. „Die Entscheidung ist davon abhängig, welche Bedeutung die betroffenen Straßen für den Verkehr haben, insbesondere für den Durchgangsverkehr“, sagt Demos. Aber: Auch eine Vollsperrung wäre nur in den Nachtstunden möglich.

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