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Hier wird Hannover in diesem Jahr zur Staufalle

Baustellen-Übersicht Hier wird Hannover in diesem Jahr zur Staufalle

Den Sommer werden viele Auto- und Stadtbahnfahrer in Erinnerung behalten. Das Steintor wird vollgesperrt, am Pferdeturm gibt es Einschränkungen, auf Seelhorster Kreuz und Südschnellweg drohen Baustellen, der Bahnbrückenbau führt zu Belastungen. Jetzt wurden die größten 40 Baustellen vorgestellt.

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Die Südschnellweg-Baustelle an der Brücke über die Hildesheimer Straße.

Quelle: Rainer Dröse/Montage

Hannover. 32 Millionen Euro investiert die Stadt in Grunderneuerung und Ausbau ihrer Straßen, rund eine Million Euro mehr als im Vorjahr. Doch sie ist nicht alleine. Auch Üstra/Infra, Stadtentwässerung und Stadtwerke reißen ständig eigene Baustellen in Hannover auf – meist kurz vor dem eigentlichen Straßenneubau. Wie immer werden sich die Belastungen vor allem in den Sommerferien ballen: Weil dann wenig Verkehr ist, legt die Stadt viele Baustellen auf die Ferien. Daheimgebliebene müssen sich daher oft Schleichwege suchen.

„Ein Monsterprojekt“

Größtes Innenstadtprojekt ist der Ausbau der oberirdischen Stadtbahnlinien 10/17. „Ein Monsterprojekt“ nannte Koordinator Babel das Vorhaben, wollte das aber nicht als Kritik an der Planung, sondern Beschreibung des Umfangs verstanden wissen. „Vom Raschplatz bis zum Goethekreisel wird der Gleisbau in diesem Jahr abgeschlossen sein, mit neuem Hochbahnsteig am Steintor und Aufzuganlage in den Tunnel – das ist ein sehr umfassendes Projekt“, sagt Babel. Die Innenstadtstrecke ist daher von der Holzmesse Ligna (26. Mai) bis zur Metallmesse EMO (18. September) komplett gesperrt, auch Autofahrer müssen sich rund ums Steintor neue Wege suchen.

Sperren am Pferdeturm

An zahlreichen Stellen muss die für Stadtbahnanlagen zuständige Regionstochter Infra Gleise austauschen lassen, unter anderem am Pferdeturm. Das Projekt wird in den Sommerferien mehrfach verlängerte Wochenendunterbrechungen im Stadtbahnverkehr verursachen. Zugleich wird es die Nerven der Autofahrer strapazieren: Während der Bauzeit sind bestimmte Abbiegerichtungen auf dem wichtigen Knoten nicht möglich. „Die Gleise sind fast 20 Jahre alt und müssen erneuert werden“, sagt Tiefbauchef Bode. Weil auch zwischen Eisstadion und Kantplatz gebaut wird, dürfte es eng werden am Ortsteingang von Kleefeld.

Überall Straßenerneuerungen

Reichlich Straßenerneuerungen sind im Bau oder in Planung, darunter die Lavesstraße (hat sich verzögert), die Willy-Brand-Allee (startet in Kürze) und im zweiten Halbjahr Teile der Vahrenwalder Straße am Mittellandkanal. Besonders hart trifft es weiterhin Kirchrode: Die Brabeckstraße bleibt bis 2019 in zwei Abschnitten Dauerbaustelle, die Üstra tauscht überall Gleise, das Land bessert beim Schnellweg nach und die Bahn repariert Brücken. Immerhin: Ab Ende April soll die Unterführung Lange-Feld-Straße wieder frei sein. Die Erneuerungen von vier Bahnbrücken im Westen Hannovers dagegen dauern bis 2018.

Südschnellweg: Ende in Sicht?

Auf dem Südschnellweg mit seinen defekten Brücken steht ein vorläufiges Ende der Baustellen in Aussicht. Im Spätsommer sollen alle provisorischen Verstärkungen zwischen Landwehrkreisel und Hindenburgschleuse belastbar sein. Dann soll eine neue Fahrbahndecke aufgetragen und die Tonnagebegrenzung aufgehoben werden. Bis 2023 muss dann die Planung für die langfristige Lösung im Bereich Hildesheimer Straße stehen – dann geht die Bauerei wieder los.
Eine Großbaustelle droht an der Spinnereistraße in Linden. Die Stadtwerke müssen Fernwärmerohre vom Heizkraftwerk bis zur Ihmebrücke tauschen, dazu müsste eine Behelfsbrücke gebaut werden. Koordinator Babel hat Zweifel, dass das alles 2017 realisierbar ist. „Vielleicht fangen wir auch in diesem Jahr nur an und stellen das Projekt 2018 fertig“, sagt er. Zu groß sei die Häufung von Baustellen auf wichtigen Strecken.

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