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Aus der Stadt Kein Weg führt durch Kirchrode
Hannover Aus der Stadt Kein Weg führt durch Kirchrode
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00:17 25.01.2016
Drei Haupstraßen in Kirchrode werden wegen Bauarbeiten gesperrt. Quelle: dpa/Symbolbild
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Hannover

Umleitungen gibt es, aber sie führen über Strecken, für die die Bezeichnung Schleichweg nicht aus der Luft gegriffen ist. Sie führen durch Tempo-30-Zonen in Wohngebieten – eine Qual für Autofahrer und noch viel mehr für Anwohner.
Diese Sperrungen machen Kirchrödern und allen anderen auf dem Weg in den Stadtteil das Leben schwer:

Die Tiergartenstraße ist zwischen der Mardalwiese und der Einmündung Großer Hillen immerhin noch bis Mitte Februar gesperrt. Die Lange-Feld-Straße, einfachster Weg vom Bischofshol nach Kirchrode, ist wegen der Erneuerung der Eisenbahnbrücke noch bis Mai unpassierbar. Die Brabeckstraße ist von der kommenden Woche an und bis zum Herbst zwischen den Einmündungen der Straßen Döhrbruch und Am Sandberge nur noch in südlicher Richtung passierbar.

Petra Stittgen hatte es nicht nur geahnt, sondern auch öffentlich davor gewarnt. Bereits während der Sitzung des Bezirksrates Kirchrode, Bemerode, Wülferode im Dezember hatte die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin von der CDU angemerkt, dass die Stadt bei ihren Bauvorhaben die verkehrstechnische Gesamtlage im Blick behalten müsse. „Und dennoch ist jetzt der schlimmstmögliche Fall eingetreten“, sagt Stittgen und fügt mit Blick auf die Lange-Feld-Straße an: „Darüber bin ich besonders verärgert.“ Die Deutsche Bahn hatte ursprünglich angekündigt, die Verbindung zwischen den Stadtteilen Bult und Kirchrode nur zeitweise sperren zu müssen. „Im Dezember wurde uns dann kurzfristig mitgeteilt, dass es eine Vollsperrung bis Ende Mai geben wird“, sagt die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin. Der Bezirksrat hatte daraufhin Vertreter der Deutschen Bahn in die Sitzung im Dezember eingeladen. „Die zeigten sich aber sehr uneinsichtig“, sagt Stittgen. „Stattdessen saßen sie auf dem hohen Ross und argumentierten, es ginge eben nicht anders.“

Dadurch, dass bis Mitte Februar quasi alle Hauptverkehrsstraßen dicht seien, könne man Kirchrode in flotter Fahrt nur noch auf dem Umweg über den Südschnellweg erreichen – oder mit Tempo 30 durch Wohnstraßen.
„Die Landeshauptstadt Hannover prüft sorgfältig die Vereinbarkeit parallel stattfindender Baumaßnahmen, insbesondere auf deren gegenseitige Verkehrsauswirkungen“, sagt Sprecherin Anne Ruhrmann im Bemühen, die Diskussion etwas zu beruhigen. Aus diesem Grund beginne die Erneuerung der Brabeckstraße, die auf der gesamten Länge der Straße nötig sei, zunächst südlich der B 65, um nicht unnötig mit den nördlich des Schnellweges durchgeführten Baumaßnahmen anderer Bauträger zu kollidieren. Erst im Juni, also wenn die Vollsperrung der Lange-Feld-Straße nicht mehr besteht, soll die Stadtentwässerung mit der Kanalsanierung und dem Ausbau der Brabeckstraße nördlich des Schnellweges fortfahren.

Die Sperrungen im Überblick Quelle: gh/ll
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