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Bauunternehmer aus der Region Hannover gesteht weitere Tatvorwürfe

Bestechungsskandal Bauunternehmer aus der Region Hannover gesteht weitere Tatvorwürfe

Auch am dritten Verhandlungstag im Bestechungsskandal bei der Landesbehörde für Straßenbau hat der angeklagte Hans-Gerhard G. aus der Region Hannover mehrere Tatvorwürfe gestanden. Er habe Enrico B., einem Mitarbeiter der Braunschweiger Autobahnmeisterei, zu Autos und mietfreiem Wohnen verholfen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Braunschweig. Das erklärte der 61-jährige Bauunternehmer aus der Wedemark am Dienstag vor dem Landgericht Braunschweig. Im Gegenzug habe ihm der Mitangeklagte gute Tipps für Aufträge gegeben.

„Er hat mich wegen der Autos angesprochen“, berichtete der Geschäftsmann. Dass er dem 35-Jährigen nicht nur die Gebrauchtwagen, sondern auch Reparaturen und Wartung der Fahrzeuge bezahlt hatte, führte G. einmal mehr auf seine Freundschaft zu dem jüngeren Mann zurück. Allerdings habe sich Enrico B. auch erkenntlich gezeigt und sogar in seiner Freizeit Aufträge für das Bauunternehmen herausgesucht.

Das Haus in Helmstedt, das der Freund bewohnte, habe er aufwendig renovieren und umbauen lassen, erklärte der 61-Jährige weiter. Selbst die Einrichtung habe er privat bezahlt. Insgesamt seien ihm so Kosten von etwa 120.000 Euro entstanden.

Eigentümer des Gebäudes waren die Söhne des Firmenchefs. Damit Enrico B. ihnen die Miete zahlen konnte, habe er ihm monatlich das erforderliche Geld bar gegeben, sagte G. Der Mitbeschuldigte bestätigte diese Angaben.

Der dritte Angeklagte Jürgen T. wies am Dienstag erneut Tatvorwürfe zurück. Die Behauptung, ein Bauunternehmer habe ihm unter anderem einen Fernseher und eine Videoüberwachungsanlage geschenkt, treffe nicht zu, sagte der frühere Chef der Autobahnmeisterei. Er habe die Geräte bezahlt und nur 20 Prozent Rabatt erhalten.

Der Prozess wird in der kommenden Woche fortgesetzt.

Jens Krone

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