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Wird der Steintorplatz jetzt doch nicht bebaut?

Koalitionspartner gesucht Wird der Steintorplatz jetzt doch nicht bebaut?

Alles auf Null beim Steintorplatz? Im Rat gibt es derzeit keine Mehrheit für die Bebauung des Steintorplatzes – und jetzt werden angesichts des breiten Unmuts in der Öffentlichkeit auch in der SPD die Zweifel größer. Das Thema wird nun zur Verhandlungsmasse in den Gesprächen zur Mehrheitsbildung.

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Blick auf den Steintorplatz. 

Quelle: Michael Thomas

Hannover. Kippt die Bebauung des Steintorplatzes? Im Rat gibt es derzeit keine Mehrheit dafür - und jetzt werden angesichts des breiten Unmuts in der Öffentlichkeit auch in der SPD die Zweifel größer. „Ich persönlich finde die Bebauung weiterhin richtig, aber wir wollen nicht mit dem Kopf durch die Wand“, sagt Hannovers SPD-Chef Alptekin Kirci: „Das Thema ist Verhandlungsmasse in den Gesprächen zur Mehrheitsbildung, wir halten nicht daran fest.“ Jetzt wächst auch der Widerstand aus den Reihen von Architekten und Landschaftsplanern. Sie bereiten einen Protestbrief gegen die Bebauung vor, den sie auch im laufenden Bebauungsplanverfahren einbringen wollen.

Die Planung geht auf einen Architektenwettbewerb von 2007 zurück. Zwei sechsgeschossige Wohn- und Geschäftshäuser sollen auf dem Platz entstehen, die Änderung des Bebauungsplans läuft. Als Investor steht die Düsseldorfer Centrum bereit, die auch schon das Kröpcke-Center gebaut hat. Doch es gibt heftigen Gegenwind. Die Grünen haben nach der jüngsten Wahlschlappe vorgeschlagen, eine Bürgerbeteiligung zu initiieren - aber die soll nur die Gestaltung des Platzes nach dem Bau der Häuser begleiten, nicht die Grundfrage der Bebauung.

Bebauung soll neu diskutiert werden

„Selten hat eine städtische Planung so viel Unverständnis und Kritik in der Bevölkerung hervorgerufen“, schreibt jetzt eine Gruppe hannoverscher Landschaftsplaner und Architekten um Thomas Ostermeyer, Christian Harder, Peter Rupp und Karin Bukies im elfseitigen Entwurf des Protestschreibens, das dieser Zeitung vorliegt. Der Steintorplatz sei „im Wandel, aber kein Bauplatz“: Im Mittelalter sei er zwar eng bebaut gewesen, habe heute aber eine wichtige Funktion als Freiraum, Veranstaltungsort und wichtiger Knoten in der Stadt. Man wolle die Diskussion um die Bebauung neu anstoßen - und erbitte dafür eine Denkpause im Rat.

Die gibt es tatsächlich. „Wir haben keine Mehrheit mehr, wir müssen Gespräche führen“, sagt Kirci, der einräumt, „selbst überrascht von der Intensität des Protests“ zu sein. Ob es am Ende ein Kompromiss wird, nur das östliche der beiden Gebäude zu bauen, will derzeit niemand kommentieren. Fakt ist: Am Montag gibt es Gespräche zur Mehrheitsbildung mit der CDU, die der Platzbebauung kritisch gegenübersteht. FDP und Linke wollen der Bebauung auf keinen Fall zustimmen, sodass auch bei einer rot-grünen Minderheitsregierung, die auf punktuelle Unterstützung angewiesen ist, die Chancen für die Platzbebauung sinken.

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