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Aus der Stadt „Die Verwaltung hat den Rat überrumpelt“
Hannover Aus der Stadt „Die Verwaltung hat den Rat überrumpelt“
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00:15 23.11.2013
Von Conrad von Meding
Ende Oktober sind die Bauarbeiten auf dem Sportplatz angelaufen. Quelle: Hagemann
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Hannover

Die Stadt benötigt einen Teil des Sportplatzes, der von den beiden Gymnasien Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasiums (KWRG) und Sophienschule genutzt wird. Sie hatte aber die Beteiligten schlecht informiert und mit dem Start der Bauarbeiten eine Welle der Empörung ausgelöst. Nachdem bei einer Informationsveranstaltung herausgekommen war, dass ein bebaubares Grundstück am Bischofsholer Damm/Linde­mannallee gar nicht als Alternative geprüft worden war, hat die CDU-Fraktion im Bezirksrat jetzt noch ein,mal nachgefragt.

Nach Angaben der Stadt liegt die Fläche vor allem zu weit weg vom Bezirk Mitte, in dem vordringlich Kitaplätze geschaffen werden sollten. Außerdem bestehe kein Baurecht für eine Kita, hieß es. „Das schaffen wir doch sonst auch ganz schnell“, monierte Bezirksratsfrau Cornelia Kupsch. Elternvertreter von Hodenberg hält die gesamte Argumentation der Stadt für „vorgeschoben“. Er bat den Bezirksrat, darauf zu achten, dass die Stadt ihr versprechen einhalte und die Kita nach drei Jahren umziehen lasse.

Derweil hat der Antrag des FDP-Fraktionschefs Wilfried Engelke einhellige Zustimmung gefunden, die Einrichtung einer Kindertagesstätte auf dem Gelände des Eilenriedestadions zu prüfen. Gegenüber der HAZ hatte sich Klubchef Martin Kind zu Monatsbeginn begeistert von der Idee gezeigt - der Verein will auf dem Gelände ohnehin alles umbauen. Jürgen Junghänel von der Piratenpartei merkte spitz an, dass die Verwaltung bei Standortsuchen gut beraten sei, die Bezirkspolitiker zu fragen - so hätte ihr der Ärger mit der Sportplatzbebauung vielleicht erspart bleiben können. Am Ende schlossen sich alle Fraktionen dem FDP-Antrag an.

Ärger gab es hingegen um einen Antrag der CDU, Geld in die Aufwertung des Schul- und Pausenhofbereichs der beiden Gymnasien zu investieren. Rot-Grün fand es wichtiger, einen Spielplatz nahe am geplanten Flüchtlingswohnheim Lammstraße aufzuwerten. Beide politischen Lager blockierten sich gegenseitig, daher wurden Beratung und Beschlussfassung vertagt.

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