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Behindertes Mädchen soll Mutter erstochen haben

Prozess in Hannover Behindertes Mädchen soll Mutter erstochen haben

Zwei Tage fahndete die Polizei Anfang Januar nach Yessica R., nachdem die Mutter der 17-Jährigen tot in ihrer Wohnung aufgefunden wurde. Jetzt steht die geistig behinderte Jugendliche vor dem Landgericht Hannover und muss sich in einem sogenannten Sicherungsverfahren wegen des Verdachts auf Totschlag verantworten.

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Zwei Tage nach der Tat erkannte eine Kundin des Leine-Centers in Laatzen Yessica R., die sich kurz darauf widerstandslos von der Polizei festnehmen ließ.

Quelle: Archiv/Symbolbild

Hannover. In dem nicht öffentlichen Prozess wirft die Staatsanwaltschaft R. vor, ihre Mutter in der Nacht zum 5. Januar im Streit erstochen zu haben. Weil die Beschuldigte schon lange vor der Tat gravierende psychische Probleme hatte, geht die Anklage jedoch davon aus, dass sie nicht schuldfähig ist und strebt eine Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik für die Jugendliche an.

Nur etwa 30 Minuten dauerte der Prozessauftakt vor der 2. Großen Jugendkammer. Der Fall scheint klar: Am Morgen des 5. Januar findet der 64 Jahre alte Lebensgefährte von Rosalie R. die Frau leblos in seiner Wohnung am Händelweg in Laatzen. Alle Versuche, die 41-Jährige zu retten, bleiben erfolglos. Sie stirbt an den zahlreichen Stichverletzungen, die ihr am Oberkörper zugefügt wurden.

Schon kurz nachdem die Polizei die Ermittlungen aufgenommen hatte, fiel der Tatverdacht auf die 17 Jahre alte Tochter des Opfers. Doch Yessica R. war verschwunden. Die Jugendliche, die unter massiven psychischen Problemen leidet, hatte schon seit etwa einem halben Jahr nicht mehr die Schule besucht. Stattdessen wurde sie nach Informationen ihrer ehemaligen Leichtathletiktrainerin von einer psychiatrischen Unterbringung in die nächste überwiesen. Schon zuvor soll sie immer wieder mit ihrer Mutter aneinandergeraten sein.

Zwei Tage nach der Tat erkannte eine Kundin des Leine-Centers in Laatzen Yessica R., die sich kurz darauf widerstandslos von der Polizei festnehmen ließ. Für den Prozess hat das Landgericht elf Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil soll Ende Oktober fallen.

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