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Bei der Privatbahn Erixx drohen Warnstreiks

Gewerkschaft GDL Bei der Privatbahn Erixx drohen Warnstreiks

Bei dem privaten Bahnunternehmen Erixx und der Gewerkschaft der Lokführer (GDL) stehen die Zeichen auf Konflikt. Nachdem drei Verhandlungsrunden über einen neuen Tarifvertrag keine Einigung gebracht haben, bereitet die GDL jetzt nach eigenen Angaben Warnstreiks vor.

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Beim Erixx drohen Warnstreiks.

Quelle: Archiv

Hannover. Wir könnten sofort damit anfangen“, sagt der Bezirksvorsitzende Hartmut Petersen. Genaue Terminangaben machte er nicht; schloss aber nicht aus, dass auch der Osterverkehr betroffen sein könnte.

Erixx-Züge fahren als Heidesprinter auf der Verbindung zwischen Hannover und Buchholz in der Nordheide, zwischen Hannover und Bad Harzburg sowie auf der Strecke von Bremen über Soltau, Uelzen und Braunschweig nach Bad Harzburg. Nach Angaben von Petersen sind 90 Prozent der rund 100 Lokführer des Unternehmens bei der GDL organisiert.

Die Arbeitnehmer fordern vom Unternehmen Lohnerhöhungen, kürzere Arbeitszeiten, eine Begrenzung der Zahl der jährlichen Überstunden und verbesserte Ruhezeitregelungen. Erixx hat eine Einmalzahlung bis Ende April sowie 2,6 Prozent mehr Lohn bis Jahresende angeboten. Bei der vorerst letzten Verhandlungsrunde in der vergangenen Woche versuchten beide Seiten, mit Kompromissangeboten eine Einigung zu erzielen. Einen Durchbruch gab es bei den Gesprächen nicht.

Das Bahnunternehmen setzt trotz der bislang fehlenden Annäherung bei den Verhandlungen darauf, dass sich zwischen den Partnern doch noch in letzter Minute eine Einigung erzielen lässt. „Wir warten erst einmal ab“, sagte ein Erixx-Sprecher der HAZ auf Anfrage. Man habe die Androhung von Streiks zur Kenntnis genommen, „aber wir gehen trotzdem hoffnungsvoll in die weiteren Verhandlungen. Wir gehen davon aus, dass es keinen Grund für Maßnahmen des Arbeitskampfes geben wird“, sagt der Sprecher des Soltauer Unternehmens.

„Der Arbeitgeber hat noch eine kleine Chance, durch ein neues und deutlich verbessertes Angebot Warnstreiks abzuwenden. Aber dazu muss er schnell sein“, erklärt derweil die GDL. Das Schwesterunternehmen Metronom, dessen Züge zum Teil ebenfalls durch den Hauptbahnhof Hannover rollen, ist von dem Konflikt nicht betroffen.

Von Bernd Haase und Heiko Randermann

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