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Aus der Stadt Es drohen wieder Streiks bei Kitas und Üstra
Hannover Aus der Stadt Es drohen wieder Streiks bei Kitas und Üstra
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00:15 28.02.2016
Von Mathias Klein
Bei der Üstra, Kitas und dem Klinikum drohen wieder Streiks. Quelle: dpa
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Hannover

Von den Streiks bei der Üstra könnte auch die Hannover Messe betroffen sein. Denn die dritte Verhandlungsrunde, bei der es nach der bisherigen Planung ein Ergebnis geben soll, ist für den 28. und 29. April eingeplant, also während der Industrieschau. Mit einem Streik während der Messe bekäme Verdi bundesweite Aufmerksamkeit in den Medien. Die Gewerkschaft hat das bereits bei vergangenen Tarifauseinandersetzungen zu nutzen gewusst.

Alles zum letzten großen Streik im öffentlichen Dienst lesen Sie hier.

Die Tarifverträge laufen am 29. Februar aus, dann endet auch die sogenannte Friedenspflicht. Allerdings will Verdi zunächst die erste Verhandlungsrunde abwarten, die für den 21. März geplant ist. „Dann überlegen wir, was zu tun ist“, sagt Verdi-Landesleiter Detlef Ahting. Eine konkrete Streikstrategie gebe es noch nicht, betont er. Betroffen von den Verhandlungen sind neben den Mitarbeitern von Verkehrsbetrieben, kommunalen Kitas und kommunalen Kliniken unter anderem auch die Müllabfuhr, die kommunalen Verwaltungen und die Bibliotheken.

In sensiblen Bereichen werde es im Streikfall wieder einen Notdienst geben, kündigt Ahting an. Als Beispiele nennt er Krankenhäuser und die Energieversorgung. Einen Notdienst bei der Üstra wird es dagegen voraussichtlich nicht geben. Schon in den vergangenen Jahren hatte das Unternehmen die Einrichtung eines eingeschränkten Bus- oder Bahnverkehrs abgelehnt. Nahverkehr mache nur Sinn als ein komplettes Netz aus Bahn- und Buslinien, hatte es aus dem Unternehmen geheißen. Deshalb sei es vernünftiger bei einem Streik den Verkehr komplett einzustellen.

Genauso wie bei den städtischen Kitas in Hannover gilt die Streikbereitschaft bei der Üstra traditionell als sehr hoch. Ruft Verdi bei der Üstra zu den Fahnen, folgt fast die gesamte Belegschaft. Bei den Kitas sei ein langer Streik wie im vergangenen Jahr in diesem Jahr nicht zu erwarten. 2015 hatte sich der Arbeitskampf bei den kommunalen Kitas rund vier Wochen hingezogen. Damals war es um die Eingruppierung der Erzieher sowie der Sozialpädagogen gegangen.

Die Gewerkschaft Verdi fordert in dieser Tarifrunde 6 Prozent mehr Gehalt und pauschal 100 Euro für die Auszubildenden. Eine Lohnsteigerung um 6 Prozent würde allein für die Stadt Hannover rund 30 Millionen Euro Mehrausgaben pro Jahr bedeuten.

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