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Aus der Stadt Die 40-Liter-Restmülltonnen sind zu klein
Hannover Aus der Stadt Die 40-Liter-Restmülltonnen sind zu klein
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00:18 12.05.2014
Von Mathias Klein
Eberhard Wicke misst nach. Quelle: von Ditfurth
Garbsen/Hannover

In die vom Abfallwirtschaftsbetrieb aha vor Kurzem ausgelieferten 40-Liter-Mülltonnen passen keine 40 Liter. Das haben die Messungen eines Bürgers aus Garbsen ergeben. Der Mann war skeptisch geworden, weil zwei 20-Liter-Rest-abfallsäcke nicht komplett in die Tonne passten – der Deckel musste offen bleiben. Daraufhin hat der Garbsener mit Wasser nachgemessen: Mehr als 35,5 Liter bekam er bei diesem Versuch nicht in die Tonne. Bei aha erhielt er die telefonische Auskunft, dass auch das Deckelvolumen mitberechnet werden müsste. Aber auch dann passen keine 40 Liter in die Tonne. Daraufhin wandte sich der Mann an den ehemaligen Vorsitzenden der CDU-Regionsfraktion, Eberhard Wicke.

Wicke hat gestern mit der HAZ nachgemessen: In die 40-Liter-Tonne passen tatsächlich nur 35,5 Liter, hinzu kommen noch rund 2 Liter Wasser für den Deckel. Aber zum angegebenen Tonnenvolumen von 40 Liter fehlen immer noch 2,5 Liter. Bei den Tonnen handelt es sich eigentlich um 120-Liter-Tonnen, in die ein kleinerer Kunststoffbehälter unter dem Deckel hineinmontiert wurde. Die Berechnung des Volumens ist schwierig, weil der Einsatz zum Tonnenrand hin kegelförmig zuläuft.

Wicke bezeichnet das geringere Volumen der 40-Liter-Behälters als „Unding“. Den Bürgern werde von aha ein Müllvolumen „vorgegaukelt“, das sie in Wirklichkeit gar nicht zur Verfügung hätten. Und sie müssten außerdem noch für die höhere Menge zahlen, kritisiert der CDU-Politiker.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb weist die Kritik zurück und beruft sich auf eine Europäische Norm, nach der die Mülltonnen hergestellt werden. Nach dieser Norm darf das Volumen einer 40-Liter-Tonne um zehn Prozent nach oben sowie nach unten abweichen. aha könne diese Abweichung nicht beeinflussen, sagte Unternehmenssprecherin Helene Herich. Die Tonnen kämen von „namhaften Herstellerfirmen“, die die gleichen Behälter bundesweit auslieferten. Von Beschwerden aus anderen Regionen Deutschlands habe sie bisher noch nichts gehört, sagte die aha-Sprecherin.

In den vergangenen Wochen hat aha in Garbsen und Neustadt insgesamt knapp 12 000 Restabfallbehälter an Hausbesitzer ausgeliefert, rund 3500 von ihnen sind 40-Liter-Tonnen, das entspricht einem Anteil von etwa
30 Prozent. In der Landeshauptstadt hat der Abfallwirtschaftsbetrieb bisher mehr als 900 Tonnen mit einem Volumen von 40 Litern aufgestellt.

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