Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Schneider fordert längeres Studium
Hannover Aus der Stadt Schneider fordert längeres Studium
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 23.09.2017
Von Bärbel Hilbig
Polittalk zu Architektur: Bernd Busemann, Wolfgang Schneider, Peter-Jürgen Schneider, Uwe Bodemann (von links). Quelle: Villegas
Hannover

Reicht ein Bachelorstudium aus, um später als Architekt gute Arbeit zu leisten? Wolfgang Schneider, Präsident der Architektenkammer Niedersachsen, glaubt das definitiv nicht. Und appelliert an die künftige Landesregierung, die Mindeststudiendauer für Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung von drei auf vier Jahre zu erhöhen. "Leider hat das Wissenschaftsministerium einen sachlichen Dialog dazu verweigert." Beim Empfang der Architektenkammer Niedersachsen geht es wie jedes Jahr darum, ein paar politische Botschaften zu platzieren. Anders erwarten es die rund 150 Gäste, und insbesondere die Politiker darunter auch nicht, die der Einladung in die Bauverwaltung der Stadt gefolgt sind.

Ein anderer Kritikpunkt, den Schneider den Landtagsabgeordneten nahebringen will, betrifft das barrierefreie Bauen. "Wir befürworten das", behauptet der Kammerpräsident. "Aber das kostet mehr Geld, und gleichzeitig wird von uns kostengünstiges Bauen gefordert." Schneider spricht sich deshalb gegen eine Verankerung von Vorgaben zum behindertengerechten Bauen in der niedersächsischen Bauordnung aus. "Das muss vielmehr über Beratung und Förderung passieren." Der Gastredner des Abends, Niedersachsens Finanzminister Peter-Jürgen Schneider, hält dagegen. "Mit dem Kostenargument kann man alles plattmachen." Schneider, der qua Amt nicht zur Verschwendung neigt, verteidigt die geplanten Vorschriften. "Das Einbeziehen von Behinderten kostet in jedem Lebensbereich Geld. Das darf kein Hinderungsgrund sein."

Hannovers Stadtbaurat Uwe Bodemann hatte zuvor verkündet, dass der Abend der letzte politische Empfang der Architektenkammer mit Schneider als Präsident sei. Und lobte den Gastgeber als "Garanten der niedersächsischen Baukultur". Bodemann dankte Landtagspräsident Bernd Busemann, dass es ihm gelungen sei, den Landtagsbau durch Sanierung vor dem Abriss zu retten. Und auch der Stadtbaurat hatte eine Botschaft parat. Niedersachsen solle darüber nachdenken, die Wohnungsbauförderung auf die Städte zu konzentrieren, also dort, wo die Bevölkerung wächst.

Die Deutsche Bahn (DB) erneuert derzeit mehrere Eisenbahnbrücken in Hannover. Probleme gibt es jetzt bei zwei Brücken über die Davenstedter und die Wunstorfer Straße. Die Straßen sollen für 15 Wochen lang gesperrt werden.

Andreas Schinkel 20.09.2017

Was macht eigentlich ein Zirkusdirektor, wenn er gerade nicht den Dummen August spielt, den rotnasigen Clown Zippo, als der Bernhard Paul viele Jahre aufgetreten ist? Er stöbert auf dem Flohmarkt am Hohen Ufer. Oder er geht auf einen Espresso in die Markthalle. Die HAZ hat ihn bei einem Stadtspaziergang begleitet.

Daniel Alexander Schacht 23.09.2017

Im Osten der Region Hannover steht auf der Autobahn 2 ab Donnerstag die nächste Großbaustelle an. Zwischen der Abfahrt Lehrte-Ost und der Anschlussstelle Hämelerwald wird bis zum 18. Dezember der Mittelstreifen erneuert. Die linke Fahrspur bleibt bis dahin in beiden Richtungen gesperrt.

23.09.2017