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Aus Schülern werden Künstler

Kunstsommer 2016 Aus Schülern werden Künstler

Sie haben Kleider geschneidert, Schlüsselanhänger und andere Accessoires für einen Museumsshop entwickelt, einen Kunstflyer speziell für Jugendliche entwickelt und ihre eigenen Bilder gemalt. Einige haben ganz nebenbei auch ihren Berufswunsch für die Zukunft entdeckt.

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Aylin (17, rechts) mit ihrem selbstentworfenen Kleid. Beim Kustsommer entdeckte sie den Beruf des Modedesigners für sich.

Quelle: Rainer Droese

Hannover. So wie Amy (18), Abiturientin vom Otto-Hahn-Gymnasium in Springe, die während des diesjährigen „Kunstsommers“ ein „Aha-Erlebnis“ hatte: „Auf einmal wusste ich, das ist genau das, was ich machen will.“ Eine Woche hat sie bei dem Projekt „Stellung nehmen zu oder mit Kunst“ in Kooperation mit der Kestnergesellschaft auf Leinwände gemalt. Ihr Thema sind Hautfärbungen: „Extreme Gefühle hinterlassen Spuren auf der Haut“, sagt sie. Das kann Schamesröte sein oder Wut, die das Gesicht röten lässt, blaue Flecken nach Schlägereien oder Unfällen, aber auch Knutschflecken und Augenringe, wenn man schlecht oder zu wenig schläft. Für Amy ist jetzt klar, dass sie im nächsten Jahr Freie Kunst studieren möchte. „Vielleicht in Braunschweig.“

Abschlusspräsentation des Schülerprojekts Kunstsommer im Kunstverein.

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Aylin, die nach den Sommerferien die 12. Klasse der Wilhelm-Raabe-Schule besucht, weiß jetzt, dass Modedesign durchaus ein Beruf für sie wäre. „Ich schneidere gern“, sagt die 17-Jährige. Aber beim „Kunstsommer“ konnte sie ihr Kleid – von der ersten Zeichnung bis zum letzten Nadelstich – begleiten. Inspiriert von der Impressionismus-Ausstellung im Landesmuseum sind ganz ungewöhnliche Modelle entstanden. Bei Aylins Kleid wurde das Untere, der Ringrock, nach oben gekehrt. Es ist jetzt gut sichtbar anstatt versteckt für guten Halt zu sorgen. Ein bisschen Hochschulatmosphäre konnte sie am Studiengang Modedesign an der Hochschule Hannover auch noch schnuppern. „Normalerweise kommen viele Schüler niemals einfach so zur Expo-Plaza“, sagt Hans-Jörg Rümelin, Kunstlehrer an der Bismarckschule und Fachberater an der Landesschulbehörde. Durch den „Kunstsommer“, an dem dieses mal rund 50 Schüler der Jahrgänge 9 bis 13 teilgenommen hatten, werde der Weg zur Hochschule geebnet. „Das ist ein erster Schritt.“ Seit sieben Jahren organisiert Rümelin die Veranstaltung, die von der Stadt, der Region und der Helene-Marie-Fastje-Stiftung gefördert wird.

Fiona (16), die bald die 10. Klasse des Gymnasiums Mellendorf besuchen wird, macht bereits das zweite Mal mit. Sie hat ein Faltblatt fürs Sprengel-Museum gestaltet, damit auch „mehr Jüngere ins Museum gehen und nicht nur Ältere.“ Alina, Abiturientin an der Waldorfschule am Maschsee, hat eine Idee dafür, was Museumbesucher Freunden mitbringen könnten. „Das August-Kestner-Museum wird oft als Schatzkiste bezeichnet“, sagt die 18-Jährige. Sie hat eine faltbare Pappkiste mit den Museumsfenstern („Genau abgezählt“) gebastelt.

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