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Hunderte besuchen Benefizturnier für tote Mutter

Hannover-Ahlem Hunderte besuchen Benefizturnier für tote Mutter

Mehrere hundert Zuschauer sind zum Benefiz-Fußballturnier für die plötzlich verstorbene achtfache Mutter Nicola G. am Sonnabend in Ahlem gekommen. Das Motto lautete „Eine von uns – für immer bei uns.“

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Fußball für einen guten Zweck spielten F-Jugendliche beim Benefizturnier in Ahlem. 
 

Quelle: Villegas

Hannover. Die 38-jährige Nicola G. hatte sich im Stadtteil etwa im Schulelternrat oder bei den Fußballern der Jugend-Spiel-Gemeinschaft (JSG) Hannover-West engagiert. „Alle kannten sie, sie war mit ihrem Engagement ein Wunder auf zwei Beinen und das Mutterherz des Vereins“, sagt Aleksandra Kubiak. Weil das so war, hatte sich sofort nach Bekanntwerden ihres Todes Anfang November eine Welle der Unterstützung aufgebaut. Dazu zählte auch das Benefizturnier mit zehn F-Jugend-Mannschaften, dass die JSG auf die Beine gestellt hat. Die Helfer trugen T-Shirts mit dem Motto des Tages.

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Hunderte Zuschauer haben der verstorbenen achtfachen Mutter Nicola G. gedacht.

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„Wir haben auf eine Trauerminute verzichtet, das hätte Nicola auch nicht gewollt“, sagt Alex Knezevic vom Organisationsteam. Außerdem solle das Turnier nicht beschwert werden, sondern Optimismus und Solidarität ausstrahlen. Die Familie, die das schwere Los des Verlustes der Mutter zu tragen hat, besuchte das Turnier, bat aber die Medien um Rücksichtnahme. 

Im Eingang hatten die Organisatoren ein Kondolenzbuch ausgelegt und eine Spendenbox aufgestellt. Pro gefallenem Tor spendete die JSG einen Euro, auch das, was aus dem Verkauf von Speisen und Getränken in die Kasse kam, erhält die Familie. Firmen und Privatpersonen haben schon geholfen und tun es noch. 

Prominent bestückte Tombola

„Meine Söhne spielen bei der JSG, ich habe Nicola fast täglich gesehen“, sagte der ehemalige Fußballprofi von Hannover 96 und Werder Bremen, Fabian Ernst. Unter anderem seinen Kontakten war es zu verdanken, dass die Benefiz-Tombola in der Halle mit Preisen bestückt war, die nicht alltäglich sind: Ein Originaltrikots mit Unterschrift von Bastian Schweinsteiger, Trikots von Arsenal London, signiert von Per Mertesacker, ebenfalls beschriftete Hemden von Werder Bremen und Hannover 96 zählten dazu.

 Der achtjährige Samih aus Harsum gewann ein Trikot von den Roten aus der Landeshauptstadt und freute sich darüber wie ein Schneekönig – so, wie überhaupt die Stimmung in der Halle weitgehend so war, wie sie auch bei anderen Jugendturnieren ist. „Das hätte Nicola gefallen“, sagte Knezevic.

Von Bernd Haase

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