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Aus der Stadt Brücke an der Bernadotteallee bereits kaputt
Hannover Aus der Stadt Brücke an der Bernadotteallee bereits kaputt
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11:25 21.10.2015
Einbahnstraße für knapp 24 Stunden: Die Bernadotteallee. Quelle: Kießler/Archiv
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Hannover

Kein Jahr nach dem Ende der Bauarbeiten an einer Brücke über den Schiffgraben in der Eilenriede muss die Bernadotteallee am Mittwoch einseitig gesperrt werden. Grund dafür sind Ausbesserungsarbeiten an dem Bauwerk, das die Stadt 550.000 Euro kostete. Offenbar hatte das von der Verwaltung beauftragte Unternehmen dort mangelhaften Asphalt verwendet. „Die dort verarbeitete Schicht aus Gussasphalt auf der Fahrbahn in Richtung Zoo entsprach nicht den Anforderungen“, sagt Stadtsprecherin Ulrike Serbent. Dieses Material müsse nun ausgetauscht werden.

Bemerkt wurden die Mängel bei routinemäßigen Kontrollen der Straßenunterhaltung der Stadt. Nachdem der Asphalt zunächst nur spröde war, entdeckten die Experten wenig später einen Riss in der Fahrbahndecke. Daraufhin untersuchten sie die sogenannte Gussasphaltrückstellprobe der Deckschicht, wobei sich herausstellte, dass der Gussasphalt nicht die geforderten Eigenschaften besitzt.

„Nun wird der Asphalt auf einer Fläche von etwa 50 Quadratmetern ausgefräst und durch eine neue Gussasphaltdeckschicht ersetzt“, sagt Serbent, die betont, dass dadurch keine neue Kosten für die Stadtkasse entstehen. „Das ist eine vertragliche Ausbesserungspflicht durch die beauftrage Straßenbaufirma im Rahmen von Gewährleistungsarbeiten.“

Das ist auch der einzige Punkt, dem Bernhard Zentgraf, Vorstandsvorsitzender des Bunds der Steuerzahler Niedersachsen und Bremen etwas positives abgewinnen kann. „Aber auch, wenn die Bauarbeiten den Steuerzahler nicht erneut etwas kosten, ist die ganze Sache überaus ärgerlich“, sagt er. Vor allem die Pendler, die morgens und abends über die Bernadotteallee fahren, müssen nun wieder mit Behinderungen rechnen. „In diesem Zusammenhang sollte die Stadt sich fragen, ob man die Mängel nicht schon bei einer Kontrolle während der Bauarbeiten im vergangenen Jahr hätte bemerken können“, so Zentgraf.     

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