Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Beschlossen: Hannover bekommt zwei neue Bäder

Fössebad und Misburger Bad Beschlossen: Hannover bekommt zwei neue Bäder

Mit deutlicher Mehrheit hat der Rat am Donnerstag dem Neubau von Fössebad und Misburger Bad zugestimmt. Vor allem das Konzept für das Fössebad war umstritten, jetzt soll die Option für ein Freibad erhalten bleiben.

Voriger Artikel
Anwälte prüfen Fördergeldpleite
Nächster Artikel
„Pünktlich kommt hier niemand“

Werden abgerissen und neu gebaut: Fössebad (oben) und Misburger Bad.

Quelle: Ditfurth/Behrens/Montage

Hannover. Hannover bekommt für fast 40 Millionen Euro zwei neue Bäder. Der Rat der Stadt hat am Donnerstagabend mit deutlicher Mehrheit von 32 zu 21 Stimmen dem Neubau des Fössebads in Limmer und mit sogar 34 zu 19 Stimmen für den Neubau des Misburger Bads votiert. Der Entscheidung waren monatelange Diskussionen in politischen Gremien vorausgegangen. Nach dem Beschluss werden beide Bäder komplett neu errichtet. Das Misburger Bad ist derzeit wegen Einsturzgefahr gesperrt, das Fössebad ist extrem sanierungsbedürftig.

Das Fössebad erhält für rund 20 Millionen Euro ein Hallenbad mit 50-Meter-Bahn und Zuschauertribüne, zunächst aber kein Freibad. Redner des Mehrheitsbündnisses aus SPD, Grünen und FDP betonten, dass es die Option zum späteren Bau eines Freibades gebe.

Fössebad: Nachträglicher Bau von Außenbecken möglich

Das neue Fössebad soll unter anderem einen Drei-Meter-Sprungturm und ein Ein-Meter-Brett erhalten, die Stadt will die Gestaltung des Freigeländes mit Bürgern diskutieren. Zudem sollen die Anwohner und andere interessierte Bürger intensiv über die Planungen und den Baufortschritt informiert werden – das hat das Mehrheitsbündnis auch für das Misburger Bad vorgeschlagen.

Nach bisherigen Plänen soll beim Fössebad die Hallenbad-Glasfront bei schönem Wetter zur Wiese geöffnet werden. Alle Leitungen und Anschlüsse für den möglichen nachträglichen Bau eines Außenbeckens sollen gleich verlegt werden.

Das Misburger Bad soll für etwa 16,5 Millionen Euro außer einem 25-Meter-Becken ein Lehrschwimmbad mit verstellbarem Boden sowie Kinderbecken, Sauna und Kiosk erhalten. Den Freibadbereich will die Stadt neu gestalten. Ein Fitnessstudio und eine Physio-Praxis, wie von vielen Misburgern gewünscht, ist in den Planungen nicht vorgesehen.

„Während andere Kommunen reihenweise Bäder schließen, investieren wir“

Der Sportexperte der SPD, Angelo Alter, sprach von einem „Meilenstein für die Sport- und Bäderstruktur“ in Hannover: „Während andere Kommunen reihenweise Bäder schließen, investieren wir“, betonte er.

Kritik kam von der Opposition. CDU und Linke warfen der Verwaltung und dem Ampel-Bündnis vor, am Willen der Bürger vorbei geplant zu haben. „Die Bürger in Linden und Limmer wollen ein Freibad haben“, betonte für die CDU Stefanie Matz. FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke verwies auf den Klimawandel, der künftig auch weiterhin schlechte und verregnete Sommer zur Folge habe. In diesem Jahr hatte sich die Zahl der Freibadbesucher halbiert.

Die CDU erneuerte ihren Vorschlag, im Fössebad nur ein 25-Meter-Becken zu bauen und das 50-Meter-Becken im Misburger Bad zu errichten, fand aber auch dafür keine Mehrheit. Konkrete Pläne gibt es bisher weder für das Fössebad noch für das Misburger Bad.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Anfang Juli heiratete Ernst August Erbprinz von Hannover Ekaterina Malysheva. Auf unserer Themenseite finden Sie Bilder, Videos und Berichte zur Promi-Hochzeit des Jahres in Hannover.

Kostprobe bei Tee Seeger

Tee Seeger in der Karmaschstraße ist Deutschlands ältestes Teehaus.