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Besetzer rüsten sich gegen Räumung

Boehringer-Gelände Besetzer rüsten sich gegen Räumung

Die Besetzer des Boehringer-Geländes treffen offenbar Vorkehrungen, um eine Räumung des Grundstücks zu erschweren.

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Gräben sollen eine mögliche Räumung erschweren.

Quelle: Surrey

Auf einem angrenzenden öffentlich zugänglichen Weg haben die Tierschutzaktivisten eine etwa drei Meter breite und 1,50 Meter tiefe Grube ausgehoben – mit dem Ziel, die Verbindung zum hinteren Teil des Areals zu unterbrechen. Boehringer verständigte am Freitag eine Baufirma, die das Loch im Boden wieder auffüllen sollte. Weil die Besetzer die Arbeiter aber daran hinderten, schritt die Polizei ein. Das Aufeinandertreffen sei friedlich verlaufen, sagte Polizeisprecher Stefan Wittke. Die Beamten hätten die Stelle mit Flatterband gesichert und keine weiteren Maßnahmen ergriffen.

Sowohl Boehringer als auch die Polizei betonen, sie hätten kein Interesse, die Situation auf dem Gelände an der Bemeroder Straße eskalieren zu lassen. Gleichwohl ist unstrittig, dass es geräumt werden muss, wenn die Besetzer es nicht freiwillig verlassen. Die Aktivisten ließen gestern verlauten, sie bereiteten an verschiedenen Stellen „gewisse Hindernisse“ vor, um bei einer Räumung „passiven Widerstand“ zu leisten. Boehringer-Sprecherin Heidrun Thoma erklärte, der Abriss der mit Asbest belasteten Kleingartenlauben im hinteren Bereich des Areals werde „demnächst“ starten. Wann genau es soweit sein wird, sagte sie nicht. Sie ließ auch offen, ob mit dem Abbruch der Lauben zugleich die Räumung des gesamten Geländes beabsichtigt sei: „Wir werden darüber zu gegebener Zeit informieren.“ Die am Freitag provisorisch gesicherte Grube auf dem Weg solle schnellstmöglich wieder verfüllt werden.

Das Unternehmen habe auf dem Gelände eine Verkehrssicherungspflicht und könne für Unfälle haftbar gemacht werden. In der Frage, ob die Besetzer für die Farbanschläge auf das Haus von Oberbürgermeister Stephan Weil und ein Institut der Tierärztlichen Hochschule verantwortlich sind, liegen der Polizei noch keine Erkenntnisse vor. Die an den Gebäuden gesicherten Farbproben seien ans Landeskriminalamt weitergeleitet worden, sagte Wittke. Sie sollen mit Farben verglichen werden, die bei einer Durchsuchung des besetzten Geländes gefunden wurden. Wie schnell die Analysen abgeschlossen werden, sei von Zahl und Dringlichkeit der eingehenden Fälle abhängig. Es könne Wochen dauern, bis Ergebnisse vorliegen. Vor anderthalb Wochen hatten Unbekannte Weils Haus mit Anti-Boehringer-Parolen beschmiert. Am Mittwoch wurde ein ähnlicher Anschlag auf die TiHo verübt.

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