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Besetzer wollen klagen

Boehringer-Gelände Besetzer wollen klagen

Die früheren Besetzer des Boehringer-Geländes wollen juristisch gegen die Räumungsaktion der Polizei vorgehen. „Wir werden einen Anwalt einschalten“, kündigte am Montag Tierschutzaktivistin Susanne bei einer Pressekonferenz an.

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Etwa 1000 Polizisten hatten das besetzte Gelände in Kirchrode geräumt.

Quelle: Christian Burkert

Sie und ihre Mitstreiter erklärten, nicht für die Schmierereien offenbar radikaler Tierversuchsgegner verantwortlich zu sein, die in den vergangenen Tagen an Gebäuden aufgetaucht waren. Gleichwohl distanzieren sich nicht alle der früheren Besetzer davon. „Ich unterstütze das, würde aber selbst eine andere Protestform wählen“, meinte Susanne.

Am vergangenen Mittwoch hatten rund 1000 Polizisten das von 33 Personen besetzte Gelände in Kirchrode geräumt und sieben Aktivisten vorübergehend in Gewahrsam genommen. Die Initiative war nicht von Boehringer, sondern von der Polizei ausgegangen, die der Besetzung den „friedlichen Charakter“ abgesprochen hatte, weil Fallgruben ausgehoben und Steindepots angelegt worden waren. Die Besetzer hätten einen Backofen bauen wollen, sagte Aktivistin Franka: „Es liegt uns fern, Menschen zu verletzen.“ Die Polizei habe die Besetzer „kriminalisiert“ – dagegen werde man klagen.

Die Protestler wollen mit Aktionen vom 6. bis 12. September weiter auf sich aufmerksam machen. Es soll einen „Ideengarten“ ohne feste Anlaufstelle geben. Rapper MS Huhn hat ein Video aufgenommen, das im Internet zu hören sein wird. Das Gelände will Boehringer mit einem festen Zaun sichern, es patrouilliert ein Wachdienst. „Vielleicht kommen wir ja auch mal wieder zurück“, sagte Franka.

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