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Rätsel um verschwundenen Kater aus Hannover gelöst

Kater war sieben Jahre lang weg Rätsel um verschwundenen Kater aus Hannover gelöst

Sieben Jahre war lang war Kater Mavisch aus Hannover verschwunden, bis sein eigentlicher Besitzer ihn in einem Fernsehbeitrag sah und erkannte. Jetzt ist das Rätsel, wo das Tier die ganze Zeit gesteckt hat, gelöst. 

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Ein schönes Katzenleben: Mavisch alias Lui hatte anfangs auch bei seinem zwischenzeitlichen Besitzer, Torsten Fischer, Freigang.

Quelle: Schwarzer-Schulz

Hannover. Kater Mavisch aus Hannover war sieben Jahre lang verschwunden. Ein großer und schmerzlicher Verlust für seine Besitzer. Insbesondere die Ungewissheit, ob er überhaupt noch lebt und falls ja, ob es ihm gut geht, machte Familie Samast schwer zu schaffen. Nachdem der Kater im Mai dieses Jahres im rund 50 Kilometer entfernten Föhrste aufgefunden worden war und anhand des Chips identifiziert werden konnte, ist er wohlbehalten wieder bei seinen glücklichen Besitzern gelandet (wir berichteten). Aber - wie hatte Mavisch die vergangenen Jahre verbracht? Auch das ist nun geklärt, denn aufgrund des Berichts hat sich jetzt Torsten Fischer gemeldet, bei dem der Kater zwischenzeitlich gelebt hat.

„Ich hatte die Katze aus dem Tierheim in Barsinghausen“, erzählt der 43-Jährige, der damals dort in der Nähe lebte. In „Lui“, wie er das hübsche weiße Tierchen mit den strahlend blauen Augen später nannte, habe er sich gleich verliebt. „Der beste Kater der Welt“, sagt er rückblickend und wirkt traurig. Aufgrund eines Umbruchs in seinem bisherigen Leben stand dann nach mehreren Jahren ein Umzug an: „In eine Wohnung, in der ich Lui keinen Freigang ermöglichen konnte. Deshalb habe ich ihn schweren Herzens einer Bekannten in Alfeld gegeben, bei der er wie bisher auch raus konnte. Ein Leben ohne Freigang wollte ich ihm nicht zumuten, also habe ich mich schweren Herzens getrennt, was mir damals sehr wehgetan hat. Zugleich wusste ich aber, dass er es in dem neuen Zuhause gut hat, zumal er sich auch mit der Katze meiner Bekannten gut verstanden hat.“ Irgendwann sei Lui dann aber nicht mehr vom Spaziergang zurückgekehrt. Nun kommt der nächste Teil des Puzzles zum Tragen, denn kurze Zeit später tauchte Lui-Mavisch im Garten von Heinz Bartels in Föhrste auf, der geistesgegenwärtig den örtlichen Tierschutzverein benachrichtigte. Durch das Auslesen des Chips bei Tierärztin Jasmin Voit konnte Familie Samast aus Hannover als Besitzer ermittelt werden, was für ein Happy End nach sieben Jahren sorgte.

Torsten Fischer hat die Geschichte über Mavischs Rückkehr nicht nur in der Zeitung gelesen, sondern später durch Zufall auch zwei Beiträge im Fernsehen gesehen. RTL und ZDF hatten die Samasts zu Hause besucht und ebenfalls berichtet. „Als ich gesehen habe, wie der Kater lief, war mir klar, dass das Lui sein muss. Genau so lief er auch.“ Ungeklärt bleibt nun lediglich, weshalb die Rassekatze (Türkisch Angora) im Tierheim gelandet ist. Andrea Wildhagen vom Tierheim Barsinghausen bekräftigt, dass sich das nach so langer Zeit nicht mehr nachvollziehen lasse. Weshalb Mavischs eigentliche Besitzer dort nicht gleich ermittelt werden konnten, ist ihr schleierhaft: „Jedes Tier, das wir aufnehmen, wird auf einen Chip untersucht. Dafür haben wir uns sogar ein eigenes Lesegerät angeschafft.“ Und Torsten Fischer wird seinen Lui vielleicht schon bald wiedersehen, wenn Familie Samast ihn einlädt, um sich über das Doppelleben ihrer Katze auszutauschen.

Susanne Schwarzer-Schulz

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