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"Besseres Hannover": Anführer müssen wieder vor Gericht

Verbotene Neonazi-Gruppe "Besseres Hannover": Anführer müssen wieder vor Gericht

Zwei Rädelsführer der 2012 verbotenen Neonazi-Gruppe "Besseres Hannover" müssen erneut vor Gericht, weil der Bundesgerichtshof die Verurteilung der beiden aufgehoben hat. Wegen eines Falles von Volksverhetzung müssen die Männer sich ab Ende Mai vor dem Amtsgericht verantworten, teilte das Gericht mit. 

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Die beiden Rädelsführer von "Besseres Hannover".

Quelle: Archiv

Hannover. Erneut müssen sich Marc-Oliver M. (33) und Denny S. (31) vor dem Amtsgericht Hannover wegen ihrer Videos des sogenannten Abschiebärs verantworten. In den Clips ist ein Mann im Bärenkostüm zu sehen, der sich über Ausländer lustig macht und vor einem Dönerladen den Hitlergruß zeigt. Als Mitglieder der inzwischen verbotenen, rechtsradikalen Vereinigung „Besseres Hannover“ stellten M. und S. die Clips online.

Das erste "Abschiebär"-Video schickten die Angeklagten begleitet von einer Drohmail an die damalige türkischstämmige niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan (CDU). Darin wurde der Einsatz einer "neuen Waffe" gegen Ausländer angekündigt. "Wir haben die Schnauze voll und können auch anders!", hieß es in der Mail.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte im November das erste Urteil des Landgerichts von 2015 kassiert. Beide waren wegen zweifacher Volksverhetzung zu je sieben Monaten Haft auf Bewährung für schuldig befunden worden. Der BGH bestätigte zwar die Volksverhetzung, teilte allerdings nicht die Urteilsbegründung. Das Verfahren wurde an das Amtsgericht verwiesen. Dort müssen sich M. und S. nun am 29. Mai und 12. Juni verantworten. Beide Angeklagten können mit deutlich milderen Strafen rechnen als zuvor. 

"Besseres Hannover" war zeitweise die aktivste Neonazi-Gruppe Niedersachsens und startete ihre ausländerfeindlichen Aktionen 2008. 

Von Peer Hellerling und Michael Evers

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