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Aus der Stadt Besucherplattform für restaurierten Kran eröffnet
Hannover Aus der Stadt Besucherplattform für restaurierten Kran eröffnet
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17:05 09.06.2014
Von Andreas Schinkel
Hannovers OB Schostok (r.) bei der Einweihung des Industriedenkmals (mit Uta Engelhardt und Jörn Ohm). Quelle: Nancy Heusel
Hannover

Am Sonnabend wurde die Besucherplattform eröffnet, von der aus die Stahlkonstruktion nun in den Blick genommen werden kann. Insgesamt 250 000 Euro haben die Restaurationsarbeiten verschlungen. Für Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) ist der Kran ein wichtiges, industriegeschichtliches Zeugnis. „Deshalb war es insbesondere den Misburgern, aber auch der Hafengesellschaft und der Stadt ein großes Anliegen, dieses Industriedenkmal wieder ins rechte Licht zu rücken“, sagt er.

Knapp zwei Jahre brauchte es, um den Hafenkran auf Vordermann zu bringen. „Jedes Teil wurde von Hand aufgearbeitet, sämtliche Metallteile mussten mit einem Sandstrahl bearbeitet werden, die Holzteile wurden komplett rekonstruiert“, berichtet Jörg Ohm, Geschäftsführer der Misburger Hafengesellschaft. Zehn Handwerker waren mit der Restauration beschäftigt, allesamt Bürgerarbeiter vom Stützpunkt Hölderlinstraße. Dort werden Langzeitarbeitslose besonders gefördert, um ihnen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu geben.

Zeitreise durch die 100-jährige Geschichte des Hafens

„Bei den Handwerkern möchte ich mich besonders bedanken“, sagte OB Schostok am Sonnabend bei der Eröffnung des Freiluft-Exponats. Vertreter der Hafengesellschaft und des Bezirksrats wollten ebenfalls einen ersten Blick auf den Kran mit seinem markanten roten Führerhäuschen und dem Stahlarm werfen. Mitwirkende des Stadtteil-Informationsportals Nananet hatten Bilder und einen Film zur Historie des Krans zusammengestellt. Besucher konnten eine Zeitreise durch die 100-jährige Geschichte des Hafens erleben. Die wichtigsten Details über Hafen und Kran sind aber auch auf einer Schautafel zu lesen, die auf der Besucherplattform installiert ist.

Der Misburger Hafen wurde 1918 in Betrieb genommen, aus dieser Zeit stammen auch drei elektrische Halbportalkräne, die Zement, Kohle, Kali und Erz in Frachtschiffe luden. Eigentümer des Hafens war die Portland Cementfabrik AG. Im Zweiten Weltkrieg nahmen alliierte Bomber die Anlage am Stichkanal Misburg und am Mittellandkanal ins Visier, um vor allem die Erdölraffinerie Deurag-Nerag zu schädigen. Der Hafen erlitt mehrere schwere Treffer.

Nach dem Krieg kam die Anlage in öffentliche Hände, der Hafen entwickelte sich zu einem Logistikdienstleister für unterschiedliche Branchen, doch spiel die Zementindustrie noch immer eine große Rolle. Fast 500 Schiffe pro Jahr legen am Misburger Hafen an, werden be- und entladen. Die alten Kräne kommen dabei nicht mehr zum Zug, sie wurden 1998 still gelegt. Um wenigstens einen Kran vor dem Verfall zu retten, wurde mit der Denkmalbehörde ein Sanierungsplan erarbeitet. Als Ersatzteillager dienten die anderen, inzwischen zurückgebauten Kräne.

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